Full text : Das Problem der Wirtschaftsdemokratie

ichen Organisationen des Baugewerksbundes erheben ztujem
 Sonderzuschüsse zu ihren Beiträgen, die sie
dann den für sie zuständigen Baubetrieben zur Verfügung
stellen. Die Höhe dieser Beiträge schwankt. . Entweder
werden diese Gelder über den Verband als Darlehn zur
Verfügung gestellt. auch dienen sie dazu, das Stammkapital
 der örtlichen G. m. b. H.s zu erhöhen. Schließlich
fließen augenscheinlich reiche Mittel durch die Arbeiterbank
 zu, die zu ihrem besonders festgelegten Aufgabenkreis
 zählt: die Gewährung von Krediten an soziale Batbetriebe.
 Auch ist anzunehmen, daß die Auftraggeber
dieser Baubetriebe wohlwollend reichliche. Vorauszahlunzen
 auf die Bauausführungen gewähren, Bei der VorzugSsstellung,
 die die sozialen Baubetriebe auf Grund politischer
Beziehungen allenthalben haben, muß es Wunder nehmen,
daß die Kapitalbildung bei ihnen noch keine größeren Fortschritte
 gemacht hat. Andererseits sind

durch viele Zusammenbrüche von Genossenschaften
erhebliche Verluste nicht ausgeblieben.
Auch hier hat der harte Tatbestand der Wirklichkeit
nanche Hoffnung zerstört. Der Verband sozialer Baubetriebe.
 der in sich alle die Erfahrungen, die in den einzeinen
 Bauhütten gemacht werden, zusammenfaßt, ist auf
ias angelegentlichste bemüht, die wirtschaftliche Grundlage
 der bestehenden Bauhütten zu festigen und Zwusammenbrüche
 zu verhindern. Es wird durchweg eine
strenge Kontrolle vollzogen und versucht, die Wirtschaftlichkeit
 der Betriebe zu heben, Auch ist zu beobachten,
daß es: im allgemeinen abgelehnt wird, Arbeiten um jeden
Preis zu übernehmen, um in das Geschäft bei den verschiedensten
 Bauherrn hineinzukommen, Zudem ist durch
die Uebernahme der Finanzierung von Wohnungsbauten,
ainer der Hauptverlustquellen der sozialen Baubetriebe,
Iurch die Dewog (Deutsche Wohnungsfürsorge
 A.-G.) die Ursache mancher Verluste behoben.
Als Auftraggeber der sozialen Baubetriebe gibt
die genannte, Denkschrift in erster Linie die Genossenschaften
 zur Förderung des’ Wohnungsbaues
 an. Im Jahre 1924 bedeuteten die Ausführungen
für diese 50% des Umsatzes. 1926 waren es trotz erhöhten
Umsatzes 65%. Oeffentliche‘ rechtliche Körperschaften
erschienen 1924 mit 32%, 1926 mit 23%. Da bekanntlich
der Wohnungsbau zum großen Teil in den Händen der
Gemeinnützigen Genossenschaften liegt und überwiegend
von Staatsmitteln finanziert wird, ist zu befürchten, daß
die sozialen Baubetriebe beim Andauern dieses Systems
in den Wohnungsbau noch stärker eindringen.
Hatte der Verband sozialer Baubetriebe
die Aufgabe übernommen, das Nebeneinanderarbeiten
der einzelnen Betriebe zu vermeiden, und weiter, das
yanze technische und wirtschaftliche Nivearr zu heben, 50
ist die Deutsche Wohnungsfürsorge A.-G. als
die Zusammenfassung aller derjenigen Stellen anzusehen,
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