Tabelle 83.
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Die Diskontveränderungen der Xeichsbank
mit den für ihre Beurteilung in $xage kommenden
wichtigsten Geldmarktfaktoren
(Veränderung des Status der Xeichsbank, Stand der fremden Wechselkurse
und der Diskontsätze).
Diese Tabelle stellt den Versuch dar, mittels einer rein ziffermäßigen Darstellung des einer Diskontveränderung
unmittelbar vorangegangenen — seltener nachfolgenden — Bankausweises sowie der fremden Wechselkurse und einiger
wichtiger Zinssätze in Verbindung mit einem anderen, zweckmäßig ausgewählten Ausweise ein ungefähres Bild der in
Betracht kommenden Verhältnisse in dem Augenblicke der Veränderung zu geben.
Um die Veränderungen des Bankstatus, die bei Erhöhung oder Ermäßigung des Diskonts zu berücksichtigen
waren, sichtbar zu machen, sind bei Betrachtung der Positionen des der Diskontänderung zeitlich am nächsten liegenden
Ausweises zum Vergleich Ausweise früherer Termine herangezogen worden. Angesichts des Umstandes, daß die
Schwankungen auf den einzelnen Konten sich keineswegs immer gleichmäßig vollziehen und daß die dabei im ganzen zu beob>
achtende Regelmäßigkeit vielfach durch zeitliche Einstüsse der verschiedensten Art verwischt wird, war es nicht angängig,
die Vergleichsausweise stets nach festen Regeln auszuwählen. Im allgemeinen sind indes die folgenden Grundsätze hierfür
maßgeblich gewesen.
Bei den zu Beginn des Jahres üblichen Diskontermäßigungen bot in der Regel der Ausweis vom 31. Dezember
des abgelaufenen Jahres als der Tag der stärksten Inanspruchnahme das passendste Vergleichsobjekt, um das Maß der
Statuserleichterung bis zum Zeitpunkt der ersten Ermäßigung zu veranschaulichen. Bei einer zweiten Ermäßigung ist in der
Regel der dieser Ermäßigung am nächsten liegende Ausweis mit demjenigen Ausweis in Vergleich gestellt worden, der für
die erste Ermäßigung ausschlaggebend war, um das Fortschreiten der Erleichterung darzutun. In einigen Fällen, besonders
bei stnfenweisen Ermäßigungen um je */ 2 Prozent, wenn die zweite Ermäßigung rasch auf die erste folgte, ohne daß die
Erleichterung augenfällige Fortschritte gemacht hätte, ist auch bei der zweiten Ermäßigung der Iahresschlußausweis zum
Vergleich herangezogen worden.
Auch bei den die Beweggründe der Erhöhungen andeutenden Ausweisvergleichen mußte verschieden verfahren
werden. Gab im allgemeinen der für die Diskontänderung maßgebliche Ausweis im Vergleich mit dem eine besonders
große Liquidität der Bankmittel anzeigenden Status das beste Bild für die Beurteilung, so empfahl es sich doch wieder
holt, einen anderen Ausweis heranzuziehen, in der Regel denjenigen, welcher der letzten Diskontänderung zugrunde lag.
Da es vorkommt, daß Diskontänderungen weniger in unmittelbar vorhergegangenen, als in allmählich eingetretenen
Verschiebungen im Status ihre Erklärung finden, mußte in verschiedenen Fällen ein Ausweis aus der entsprechenden Zeit
des Vorjahrs zum Vergleich herangezogen werden.
Es bleibt noch zu berücksichtigen, daß die Statusziffcrn, welche in vorliegender Übersicht zum Ausgangspunkt des
Vergleichs gemacht wurden, im Zeitpunkt einer Diskontänderung oft schon durch die Ziffern von Zwischenaufstellungen
überholt waren. Diese Ziffern lagen alsdann de» Entscheidungen der Bankleitung vor, doch konnten sie in die Tabelle
natürlich nicht übernommen werden.
Selbstverständlich können aus der nachfolgenden Übersicht nicht ohne weiteres die Beweggründe der getroffenen
diskontpolitischen Maßnahmen abgelesen werden. Sie kann vielmehr nur »Anhaltspunkte« bieten, da sich eine Reihe von
Umständen, die bei Diskontänderungen mitsprechen, einer zahlenmäßigen Erfassung überhaupt entzieht.