Full text : Die Bevölkerungsdichte in Südhannover und deren Ursachen

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Untersuchung  von  Boden.

Bodenarten.

Stickstoff
kg

Kali
kg

Kalk
kg

Phosphorsäure

kg

Hochmoorboden  durch  Brennkultur  ausgenutzt

(unkultiviert),  Hellweger  Moor,  Kreis  Achim,
Moorkolonie  Hintzendorf

3000

200

800

120

Hochmoorboden  in  alter  Kultur  (ohne  Sand),

Hellweger  Moor,  Kreis  Achim,  Moorkolonie
Giersdorf

4400

200

800

600

Ausgetorfter  Hochmoorboden  (unkultiv.),  Lilienthaler

  Hochmoor,  Kreis  Osterholz,  Moorkolonie
Wörpedorf

1800

200

400

200

Ausgetorfter  Hochmoorboden  (mit  Sand  kultiviert,

  alte  Kultur),  Lilien  thaler  Hochmoor
Osterholz,  Moorkolonie  Wörpedorf  ....

3400

400

2200

800

Mit  Hilfe  dieser  Zahlen  wird  sich  jeder  Moorhoden  auf  Grund  der  durch  die  Untersuchung ­
  und  das  Yolumgewicht  gewonnenen  Werte  seiner  Zusammensetzung  nach  kennzeichnen ­
  und  annähernd  auf  seinen  landwirtschaftlichen  Wert  beurteilen  lassen.  Auf  die
einzelnen  Arten  der  Meliorierung,  welche  bei  den  erwähnten  Moorhodenarten  eine  durchaus
verschiedene  ist,  kann  hier  nicht  näher  eingegangen  werden;  in  bezug  hierauf  sei  auf  die
schon  mehrfach  erwähnte  Schrift  von  M.  Fleischer,  sowie  die  übrigen  Veröffentlichungei 1
der  Moor-Versuchsstation  verwiesen.
Wiederholt  wurde  schon  betont,  daß  bei  der  Beurteilung  der  Güte  eines  Moorbodens
nicht  weniger,  wie  die  chemische  Zusammensetzung,  der  Zersetzungszustand  Beachtung  verlangt, ­
  da  dieser  die  Kulturfähigkeit  in  hohem  Grade  beeinflußt.  Derselbe  pflegt  bei  kalkreichen
  Mooren  weit  günstiger  zu  sein  als  bei  kalkarmen;  in  den  erstgenannten  Mooren  gehen
die  chemischen  Umsetzungen,  namentlich  die  Bildung  von  Kohlensäure  und  Salpetersäure,
wie  die  von  der  Moor-Versuchs-Station  ausgeführten  Untersuchungen  zeigen,  mit  unvergleichlich ­
  viel  größerer  Energie  vor  sich,  als  in  den  letzteren  Mooren.
Endlich  muß  noch  darauf  hingewiesen  werden,  daß  neben  den  chemischen  und
physikalischen  Bodeneigenschaften  noch  eine  ganze  Reihe  landwirtschaftlicher  und  technischer ­
  Gesichtspunkte,  namentlich  die  Lage,  die  Mächtigkeit,  die  Wasserverhältnisse,  in
Betracht  zu  ziehen  sind,  um  ein  abschließendes  Urteil  über  die  Kulturwürdigkeit  von
Moorflächen  zu  erlangen.  V.
V.  Untersuchung  der  Materialien  zur  Bedeckung  des  Moorbodens  bei  de f
Anlage  von  Deckkulturen  nach  Rimpaus  System  („Dammkultur“).
Als  Bedeckungsmaterial  für  den  Moorboden  dient  der  Mineralboden  aus  de» 1
Untergrund  oder  aus  der  Umgebung  des  Moores.  In  der  Mehrzahl  der  Fälle  handelt
es  sich  dabei  um  Sand-  oder  Kiesböden  mit  oder  ohne  einen  Gehalt  an  kohleh'
saurem  Kalk,  nicht  selten  aber  auch  um  kalkfreie  oder  kalkhaltige  Tonböden  oder
um  'Wiesenmergel  (sog.  Wlesenkalk).
Das  Urteil,  ob  dieser  oder  jener  Boden  ein  geeignetes  Bedeckungsmaterial
abgibt,  stützt  sich  im  wesentlichen  auf  die  Beobachtung  der  folgenden  Eigenschaften'■
Farbe,
Gehalt  an  tonigen  Beimengungen,
„  „  kohlensaurem  Kalk,
„  „  Peldspatteilchen,
„  „  organischen  Stoffen,
„  „  Eisenoxyd-  und  Eisenoxydulverbindungen,
„  „  schädlichen  Bestandteilen  (Schwefeleisen  und  dessen  OxydationseU
Zeugnissen,  schwefelsaurem  Eisenoxydul  und  freier  Schwefelsäure))
            
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