IV. Ueber die Tauglichkeitsverhältnisse unter Berücksichtigung
des Geburtsortes der zum einjährigen
Dienst Berechtigten.
Aus den Zählkarten ließ sich auch der Geburtsort der sich
zum einjährig-freiwilligen Dienst meldenden jungen Leute feststellen.
Es war daher von Interesse, die entsprechenden Angaben zusammen-„ustellen
und zu sehen, wie sich die Tauglichkeitsverhältnisse usw.
je nach der territorialen Herkunft gestaltet haben.
Es können aus diesen in den folgenden Tabellen enthaltenen
Feststellungen natürlich keine weitgehenden Schlüsse gezogen werden.
Erstens ist die Zahl der aus manchen Gebieten stammenden Leute
zu klein, dann besagt die Angabe über den Geburtsort noch nicht,
ob der betreffende Mann auch tatsächlich in diesem Gebiet groß geworden
ist; da das Material doch im allgemeinen die Söhne aus sozial
höher stehenden Schichten umfaßt, so wird gerade bei diesen jungen
Leuten infolge häufigeren Verziehens der Eltern, Versetzungen usw.
der Geburtsort vielfach von gewissen Zufälligkeiten abhängen und
keine Rückschlüsse auf die eigentliche „Heimat“ des Betreffenden zulassen.
Endlich sind die Gebiete, für welche die Zahlen gebracht werden
können, im allgemeinen zu groß, um aus den auf sie entfallenden
Prozentberechnungen sicher Schlußfolgerungen auf die körperliche
Tüchtigkeit ihrer Bewohner ziehen zu können; die Aufzählung nach
kleineren Gebietsteilen, etwa nach Regierungsbezirken oder gar
Kreisen usw. verbot sich aber von selbst, da dann die Zahl der auf
jeden Gebietsteil entfallenden Leute viel.zu gering geworden wäre.
Zugrunde gelegt sind der Auszählung, soweit möglich, die Provinzen
Preußens und die einzelnen Bundesstaaten; von letzteren sind
die kleineren, welche nur wenige Leute zu unserer Statistik geliefert
haben, z. T. nach ihrer geographischen Lage zu den benachbarten
preußischen Provinzen zugezählt, bzw. — wie die Thüringischen
Veröffentl. aus dem Gebiete des Milit.-Sanitätsw. 40. Heit,