Object: Die Frau und die Arbeit

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der intellektuellen, unermeßlich zugenommen. Wenn Ma 
schinen und die Herrschaft über die Naturkräfte des Man 
nes physische Kraft verhältnismäßig entwerteten, so wuchs 
die Nachfrage nach seinen geistigen Fähigkeiten, seiner 
nervösen Energie und nach feinerer manueller Geschick 
lichkeit in der Arbeit des täglichen Lebens ins Unabseh 
bare. 
Nach zahllosen neuen Richtungen eröffneten sich dem 
modernen Manne ehrende und einträgliche soziale Arbeiten, 
von denen sich seine Ahnen nichts träumen ließen, und 
täglich wachsen sie noch an Zahl und Wichtigkeit. Dampf 
schiff, hydraulischer Lift, Eisenbahn, elektrische Tram 
bahn, Dampfmühle, Maximgeschütz und Torpedoboot mö 
gen, wenn sie fertig sind, ihre Arbeit mit Leitung und 
Hilfe verhältnismäßig weniger Hände verrichten; aber zu 
ihrer Erfindung, Konstruktion und Erhaltung bedarf es 
einer ganzen Armee von Gelehrten, Technikern und tüch 
tig geschulten Arbeitern. Im Bereich der Kunst, Wissen 
schaft, Literatur und vor allem in der Politik und Verwal 
tung hat eine fast unendliche Vermehrung der Männerar 
beit stattgefunden. Während in primitiver Zeit die Frau 
oft der einzige Baumeister war und die Muster, die sie auf 
die Wände ihrer Hütte oder auf irdene Gefäße kleckste, 
die einzigen Versuche bildender Kunst waren, und wäh 
rend später wenige Männer genügten, um da oder dort ein 
Königsschloß, ein Gotteshaus zu errichten oder es mit Sta 
tuen und Bildern zu schmücken, ist heute eine Millionen 
starke Armee beschäftigt, bildende Kunst zu schaffen, hohe 
und niedere, vom Plakat und den Illustrationen in Pfennig 
journalen bis zu den Bildern und Statuen, welche unsere 
Nationalgalerien schmücken, und die einst nur jagenden 
und kämpfenden Männer haben ein mächtig großes Ar 
beitsfeld gewonnen. Wo einst eine alte Wunderdoktorin 
vielleicht das einzige Geschöpf in der ganzen Gegend war, 
das die Naturkräuter und Gesteine .studierte, oder ein
	        
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