thumbs : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Die  Organisation  der  Gewerbetreibenden  in  Ämtern.

93

erhalten  und  wohlverstanden  alle  aus  der  Zeit  nach  1352,  d.  h.
nach  dem  Zeitpunkte  der  Konstitution  der  kleinen  Gilde.  Auch
fliese  sind  nicht  im  Original  auf  uns  gekommen,  sondern  nur  in
zeitgenössischen  Kopieen,  worüber  das  Nähere  in  der  der  Schragensammlung
  vorausgehenden  Einleitung  gesagt  ist.  Nach  diesen
Zeugnis^mj^Lb  ^

'  im  Jahre  1360  ein  Amt
”  w  ^375  *)  M
”  w  ^375  n  M
*»  «  ^3^^  #  n
**  M  *3^3  «  n
«  n  1392  «
»  ♦>  ^397  «  w

der  Goldschmiede;
„  Schuhmacher;
„  Böttcher;
„  Schmiede;
„  Lakenscherer;
„  Bäcker;
„  Kürschner.

Hauptsächlich  sind  es  mithin  die  für  die  Befriedigung  unentl^ehrlicher
  Lebensbedürfnisse  sorgenden  Gewerke,  die  zunftmässig
f^Jganisirt  erscheinen.  An  sie  mögen  sich  die  anderen  in  der  Ubersicht
  3  verzeichneten  (gewerbetreibenden  angeschlossen  haben.  Ob
inzigen  waren,  bleibe  dahingestellt.  Wenn  man
immte  Metallverarbeitung  mit  Ausnahme  der
einem  Verband  vereinigt  vorstellen  kann,  so
es  doch  auffällig,  dass  (lewerbe  wie  die  der  Knochenhauer  und
l^äter,  der  Zimmerleute  und  Maurer,  der  Weber  und  Walker,  noch
^•cht  korporationsmässig  auftreten.
Hine  besondere  Stellung  beansprucht  die  Bruderschaft  der  Bier-^räger,
  deren  Schrägen  von  1386  in  einer  Abschrift  des  fünfzehnten
Jahrhunderts  auf  uns  gekommen  ist.  Sie  kann  als  ein  eigentliches
nicht  angesehen  werden.  Vielmehr  weist  sie  den  Charakter
^•ner  geistlichen  Bruderschaft  oder  Gilde  in  dem  oben  erwähnten
‘^inne  auf.  I,n  fünften  Kapitel  wird  noch  von  ihr  die  Rede  sein.
Hier  nur  so  viel,  dass  sie  Ähnlichkeit  zeigt  mit  der  Marien-  oder
*  ’■ager-C'dhie  in  Flensburg  (convivium  hcatae  Mariae  sive  fcrtovum
®^er  latorum)  '.  Es  handelt  sich  hier  wieder  um  die  Pflege  gemein
samer  (Geselligkeit  und  Regelung  wohlanständigen  Betragens  von
‘^rsönlichkeiten,  die  man  vielleicht  anfänglich  für  zu  untergefand,
  um  sie  in  anderen  Gilden  zuzulassen.

lese  7  Ämter  die  e
^rh  auch  die  gesi
poldschmiederei  in

Gleichen  Charakters  waren  die  grosse  (jilde  und  die  Kom-1
  ^knie  der  Schwarzen  Häupter  in  Riga.
a.  a.  o.  ,,  s.  20«.

I
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.