Full text : Werke und Schriften bis Anfang 1844 (1,2.1930)

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Der  Handel  Deutschlands  mit  N  i  e  d  e  r  l  ä  n  d  i  s  ch  .  O  st.
indien  ist  leider  ein  noch  wenig  entwickelter,  was  hauptsächlich ­
  wohl  dem  Mangel  einer  direkten  Schiffsverbindung  und
einer  ausreichenden  konsularischen  Vertretung  des  Reiches  aufIava
zuzuschreiben  ist.  Daher  hat  eine  Anzahl  von  Handelskammern
sich  dem  Gesuche  derjenigen  von  München-Gladbach  um  Anstellung
  eines  Berufskonsuls  in  Batavia,  sowie  um  Einrichtung
einer  direkten  Verbindung  mit  Riederländisch-Ostindien  durch
die  deutschen  ostasiatischen  Dampferlinien  angeschlossen.
Hinterindien.  Tie  Interessen  Deutschlands  in  Hinterindien ­
  sind  nicht  unbedeutend.  Das  wichtige  Emporium  Sing
  a  p  o  r  e  in  der  englischen  Kolonie  Straits  Settlements
bildet  eine  Hauptetappe  des  Verkehrs  zwischen  Hamburg  und
Ostasien.  Die  hier  ansässigen  Deutschen  sind  fast  sämmtlich
Hamburger.
Auch  in  B  a  n  g  k  o  k,  der  Hauptstadt  von  Siam,  sind
Deutsche  in  recht  ansehnlicher  Zahl  vorhanden.  Es  sind  vorwiegend
  deutsche  Schiffe,  welche  den  Verkehr  zwischen  Bangkok
und  den  Küstenplätzen  von  Riederländisch-Ostindien  und  China
vermitteln.  Leider  sind  die  Handelsbeziehungen  zwischen  Deutschland ­
  und  Siam  noch  höchst  unbedeutend.  Es  wäre  dringend
zu  wünschen,  daß  auch  deutsche  Firmen  und  deutsche  Großindustrielle
  sich  an  der  Erschließung  dieses  wirthschastlich  wichtigen
Landes  betheiligten,  welches  mit  der  Halbinsel  Malakka  beinahe ­
  doppelt  so  groß  ist  wie  das  Deutsche  Reich;  insbesondere
sollten  unternehmende  deutsche  Kapitalisten  dem  geplanten  Eisenbahnbau
  ihre  Aufmerksamkeit  zuwenden.  Die  beiden  Engländer
Mr.  Colquhoun  und  Mr.  Holt  S.  Hallet,  welche  zu
handelspolitischen  Zwecken  Hinterindien  und  China  bereisten,
empfehlen  tringend,  von  Siam  und  Birma  aus  durch  Herstellung
            
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