Full text : Werke und Schriften bis Anfang 1844 (1,2.1930)

XXVI

Einleitung

zen“. Das II. Heft ist bezeichnet: „Notizen zur französischen Geschichte“,
Heft IV und V besitzen keinen zusammenfassenden Titel; der Charakter
der in ihnen exzerptierten Werke ist jedoch derselbe wie bei den übrigen
Exzerptheften, Mit Ausnahme des V. sind alle Hefte datiert, und zwar das
I. und 1II..— „Kreuznach, Juli 1843“, das II. und IV. — „Kreuznach,
Juli, August 1843“, Gewisse äußere Momente sprechen dafür, daß nicht
ein Heft nach dem andern entstanden ist, sondern daß gleichzeitig mehrere
 Hefte angelegt und beschrieben worden sind.
Die Fülle des Stoffes, den Marx in diesen zwei Monaten, unmittelbar
nach seiner Eheschließung (am 12. Juni 1843) bewältigte, ist erstaunlich
groß. Er nahm vor allem die in deutscher Sprache zugänglichen größten
und besten Werke über die Geschichte Frankreichs, Deutschlands, Englands
 und Schwedens vor, lauter Werke, in denen die Verfassungs-, Verwaltungs-
 und Rechtsgeschichte der Staaten und sogar der Städte ausführlich
 behandelt wird. Bemerkenswert ist, daß die großen französischen
Geschichtsschreiber aus der Restaurationsepoche noch nicht in das Lese
Feld von Marx getreten sind.
Über die Geschichte Frankreichs vor der großen französischen
 Revolution las er Heinrichs dreibändiges Werk, das 1802—1804
erschienen war, und den ersten Band von E. A. Schmidts Geschichte von
Frankreich aus der Heeren-Ukertschen Serie. Über das Zeitalter der
großen französischen Revolution las er Ludwigs Geschichte der letzten
fünfzig Jahre, die 1833 herausgekommen war, Bailleuls zweibändiges,
polemisch gegen Mme. de Sta&] gerichtetes Werk aus dem Jahre 1818 und
die zwei Bände Wachsmuths aus der Heeren-Ukertschen Serie. Die französische
 Restaurationsepoche und die Julimonarchie sind vertreten
durch: Lacretelle’s Histoire de France depuis la Restauration, 1831, zwei
Broschüren von Chateaubriand, Lancizolle’s Broschüre über die Julitage,
endlich vor allem Rankes Abhandlungen aus der Historisch-Politischen
Zeitschrift.
Über England las er drei grundlegende Werke: John Russells
Geschichte der englischen Regierung und Verfassung, Lappenbergs Geschichte
 von England (aus der Heeren-Ukertschen Serie) und Lingards
siebenbändiges Werk. Keines dieser Werke erstreckt sich auf die Periode
nach 1830; die Kämpfe in England um die Wahlreform werden nur in
der Broschüre von C. G. Jouffroy über das Prinzip der Erblichkeit und
die französische und englische Pairie berührt.
Über deutsche Geschichte erscheinen unter den exzerpierten
Büchern drei größere Werke: Pfisters Geschichte der Teutschen, J. Mösers
 Patriotische Phantasien (die Marx sehr ausführlich exzerpierte)
und Rankes Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation. aus der
            
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