Full text : Werke und Schriften bis Anfang 1844 (1,2.1930)

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(37) 1841 April 6

digt sich als Dein und Köppens Bekannter an, und wer ist es? Neurar.
Er hatte übrigens schon in Koblenz erfahren, daß Du in Jena promovieren
würdest. Er will hier ein nachträgliches Examen machen.
Wenn Du kommst, so schreibe mir doch ja einen Tag vorher, damit
ich zu Hause bin. Nimm auch auf jeden Fall die Post nur bis Bonn: es
könnte sonst sein, .daß Du Dich hier kaum eine Stunde aufhalten kannst.
Es ist immer noch Zeit, hier die Post weiter zu bestellen. Du kannst ja
auch per Dampfschiff nach Koblenz fahren, und ich begleite Dich dann
sine Strecke, wenn Du noch in den Ferien ankommst.
Übrigens hat es die hiesige philosophische Fakultät nicht verstanden, ı6
sich in ihren Statuten über ihre hochwichtigen Gesetze klar auszudrücken.
Jene Termine sind so zu verstehen, wie ich nun erfahren habe, daß damit
nur die äußersten dem Kandidaten zuzugestehenden gemeint sind. Sogleich
 nach dem Kolloquium kannst Du die öffentliche Habilitationsrede
halten, wenn Du willst, also noch in diesem Sommer ein Publikum lesen. 75
Geh’ nur aber zu Ladenberg und sage ihm, er solle Dich vorläufig hier
anmelden. Dein
B. Bauer.

Bonn, den 31. 3. 41.

Es wäre Unsinn, wenn Du Dich einer praktischen Karriere widmen 2
solltest. Die Theorie ist jetzt die stärkste Praxis, und wir können noch gar
nicht voraussagen, in wie großem Sinne sie praktisch werden wird.
Beiliegendes gibt Edgarn. Es enthält auch etwas für Dich.

37. Anhaltungsschreiben Marxens an Prof.
C. F. Bachmann, Dekan der philosophischen Fakultät
 der Universität Jena um die Erteilung
der Doktorwürde. Berlin 1841 April 6
Original: Dekanatsarchiv der Universität Jena

Berlin. Schützenstraße 68.
ger April 1841.

af

Hochwohlgeborner Herr!
Indem ich Ew. Hochwohlgeboren zum Behuf der Doktorpromotion
 eine Dissertation über die Differenz der demokritischen
und epikureischen Naturphilosophie, beiliegend die litterae petitorlae,
 das curriculum vitae, meine Abgangszeugnisse von der z:
Bonner und Berliner Universität, endlich die gesetzlichen Gebühren
 von zwölf Friedrichs d’or übersende, ersuche ich zugleich
ergebenst, im Falle meine Arbeit der Fakultät genügen sollte, sobald
 als möglich die Erteilung der Doktorwürde zu beschleunigen.
[ch kann einesteils nur mehr wenige Wochen in Berlin verweilen, «
andrerseits machen äußere Umstände mir höchst wünschenswert,
vor meiner Abreise noch die Doktorwürde zu erlangen,
            
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