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Einleitung
diese an und für sich sehr unbedeutende Korrespondenz mit den Marxschen
Korrekturen dazu angetan sei, unsere Vorstellung von dem Umfang
und der Intensität der Marxschen Redaktionstätigkeit wesentlich zu erweitern
und anschaulicher zu machen. 1)
Die beiden übrigen Stücke dieser Abteilung sind von sehr verschiedenem
Charakter, doch haben sie inhaltlich eines gemeinsam: beide stellen
die überragende Persönlichkeit und den gewaltigen Einfluß von Karl Marx
im Kreise der Rheinischen Zeitung in besonders helle Beleuchtung.
Äußerungen über den Redakteur Marx von Mitgliedern des Kreises
der Rheinischen Zeitung, die ihn auch persönlich kannten, gibt es nicht
wenige. Die meisten sind durch die große Quellen-Publikation Joseph
Hansens %” der Forschung zugänglich gemacht. Wenn wir mit den ebendort
veröffentlichten Berichten des Zensors Saint-Paul — der Ende Januar
1843 von der Regierung speziell nach Köln gesandt worden war, damit
er als Nicht-Kölner, also unbelastet durch lokale BeZiehungen, anderseits
als ein mit literarischer Kenntnis wohl versehener Beamter das
Zensoramt strenger führe — insofern eine Ausnahme machten, als wir
aus diesen Berichten die auf Marx bezüglichen Stellen auch in unsere
Publikation aufnahmen), so geschah dies, weil sie den unmittelbaren
Niederschlag persönlicher Unterhaltungen mit Karl Marx darstellen und,
wie gesagt, Marxens exzeptionelle Stellung unter den Mitarbeitern der
Rheinischen Zeitung besonders betonen.
Über die Rheinische Zeitung erschienen in. der zeitgenössischen Publizistik
unzählige Nachrichten, Korrespondenzen usw. Besonders stark beschäftigten.
die Publizistik die Konflikte des Blattes mit den Behörden;
und als es dann zum Verbot kam, fand sich kaum eine Zeitung in Deutschland,
die darüber nicht berichtet und die Angelegenheit von ihrem Standpunkt
aus nicht erörtert hätte. Wird einmal ein Historiker sich an eine
zroßangelegte Darstellung der Geschichte der Rheinischen Zeitung
machen, so wird er sicherlich diese zeitgenössische Publizistik weitgehend
heranziehen müssen. Die Stellungnahme der Presse zu den Geschicken
dieses Blattes ist ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der Parteibildungen
im vormärzlichen Deutschland. Wir haben im Marx-Engels-Institut
viele Hunderte von solchen zeitgenössischen Zeitungsnachrichten
und Korrespondenzen über die Rheinische Zeitung gesammelt, Gründer,
Mitarbeiter, Redakteure des Blattes werden in diesen Berichten vielfach
1) Vgl. dazu auch Engels in einem Briefe vom 9. Januar 1895 an Victor Adler,
nit Beziehung auf die Neue Rheinische Zeitung. Victor Adlers Aufsätze, Reden und
Briefe. H. 1. Wien 1922. S. 117.
2) Rheinische Briefe und Akten zur Geschichte der politischen Bewegung 1830
bis 1850. Ges, u. hg. v. Joseph Hansen. (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische
Geschichtskunde, XXXVI.) Bd, I. Essen 1919
3) 1/2, 151