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der Nachkriegszeit mit 6 bis 7 Mill. AM. weit unter dem Vorkriegsbetrage (17,4 Mill. A),
da nach Beendigung der Inflationszeit erhebliche Rückstellungen zur Schaffung der
gesetzlichen Reservefonds gemacht werden mußten. Bemerkenswert ist schließlich noch die
Entwicklung der Einnahmen aus Elektrizitätswerken. In der Vorkriegszeit war hier nur
ein kaum nennenswerter Betrag vorhanden; demgegenüber weisen infolge der zuneh-
menden Beteiligung der Länder an der Elektrizitätzwirtschaft die Rechnungsjahre
1925/26 und 1926/27 eine Einnahme regelmäßiger Art von je 4,4 Mill. A.A, das Rech-
nungsjahr 1927/28 sogar eine solche von 6,0 Mill. AM auf.
Erträge außergewöhnlicher Art finden sich bei den Betrieben der
Länder nur in einigen wenigen Fällen. Sie betragen (in Mill. 4 oder AM):
A
darunter
[912/14 ...
1925/26 ...
1926/27 ..
1997/98
Rechnungsjahr
insgesamt
land- und
forstwirt- Bergwerke,
schaftliche Hütten
Betriehe
Staats-
eisenbahnen
16,1 2,2 0,0 \ 12,8
12,1 12,1 — «
3,2. | 1,6 1,5 =
0.3 0.3
In den Rechnungsjahren 1926/27 und 1927/28 spielen die außergewöhnlichen Erträge
eine untergeordnete Rolle. Im Rechnungsjahre 1925/26 ist ein höherer Betrag bei den
land- und {forstwirtschaftlichen Betrieben vorhanden. Bei den Beträgen des Vorkriegs-
Jahres handelt es sich hauptsächlich um Anleiheanteile, die im Rechnungsjahr 1913/14
In den betreffenden Betrieben noch nicht zur Verwendung kamen. .
Wie beim Reich gehören auch bei den Betrieben der Länder Zuschüssezuder
\aufenden Betriebsführung zu den Seltenheiten. In den Rechnungsjahren
1926/27 und 1927/28 finden sich derartige Beträge in nicht. nennenswertem Umfange,
\m Rechnungsjahr 1925/26 nur ein einzelner Posten von etwa 6 Mill. AZ. bei den
Bergwerken. Das Vorkriegsjahr 1913/14 weist bei den Staatseisenbahnen einen Fehl-
betrag in der laufenden Betriebsführung von 15,4 Mill. 4 auf; hiervon entfallen
43 Mill. 4 auf Württemberg und 11,1 Mill. X auf Baden.
„Über die Zuschüsse außergewöhnlicher Art an die Betriebe der
Länder gibt nachstehende Übersicht Aufschluß (Beträge in Mill. 4 oder AM):
darunter
Rechnungsiahr
(918/14 1
1925/26 1.
1926/27 1.
1927,98
ins-
vresamt
'and- und
forstwirt-
Ahaftliche
Natriahr
Bergwerke, | Staats-
Hütten »isenbahnen
37,4 1,0 5,5
31,4 1,4 3,7 —
13,9 2,6 | 2,2 | —
19.4 9.8 26
28,1 |
Straßen-
bahnen,
Verkehrs-
unter-
U PA
wasserwirt-
schaftliche
Unter-
nahmnnoan
Elek-
brizitäts-
werke
0,2 - 0,3
6,2 10,9 4,1
0,1 2,7 3,0
0.1 a LEN
1 ' ı 5
Von den Nachkriegsjahren weist das Rechnungsjahr 1925/26 den höchsten Betrag
*üf; dies erklärt sich aus dem besonderen Charakter dieses Jahres, das in die Über-
SaNgszeit zwischen Inflation und fester Währung fällt. Wie die vorstehende Aufstel-
UNg zeigt, erstrecken sich die Zuschüsse (Darlehen) für außergewöhnliche Zwecke in
den Nachkriegsjahren außer auf die Bergwerke, deren Betrieb dadurch ‚rationalisiert
"erden konnte, vor allem auf die im Neuaufbau begriffenen elektrizitäts- und wasser-
Wirtschaftlichen Unternehmungen. Bei den letzteren handelt es sich zum Teil um die
Sleichen Projekte, die auch vom Reich Zuschüsse erhalten (Rhein-Main-Donau A. G.
Nd Neckar A. G.). Im Vorkriegsjahr 1913/14 waren vor allem bei den Staatseisen-
bahnen und Berewerken Zuschüsse für außercewöhnliche Zwecke erforderlich.