Full text: Finanzen und Steuern im In- und Ausland

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infolge des gestaffelten Steuertarifs auf die oberen Gruppen. Dabei ist in den letzten 
Jahren der Anteil der mittleren und vor allem der oberen Einkommensgruppen am Steuer- 
soll noch dauernd gestiegen. So entfielen im Reiche auf die Einkommen über 25 000 AM 
1925: 43,6; 1926: 47,7; 1927: 50,0 vH der Reichssumme. In den Groß- und Mittelstädten 
treten diese Tendenzen eher noch deutlicher hervor. Denn von vornherein sind schon 
in den Mittelstädten die mittleren, in den Großstädten die mittleren und oberen Ein- 
kommensgruppen mit höherem Anteil am Steuersoll beteiligt als im Reichsdurchschnitt 
“Übersicht 25). 
Die Behelfsbesteuerung nach dem Verbrauch spielt keine große Rolle. Über ihre An- 
wendung im Jahre 1925 berichtet die nachstehende Übersicht: 
Besteuerung nach dem Verbrauch im Deutschen Reich 1925 
Bezeichnung 
Der Besteuerung zugrunde gelegter Verbrauch ............... 
Tarifmäßige Steuer ............... SA 
Steuerermäßigungen: 
nach dem Familienstand .............- RER R 
nach 856 EStG .......... Se „EEE 
Festgesetzte SteUEr ............0.. ER CR EE 
Festgesetzte Steuer in vH des der Besteuerung zugrunde gelegten 
Verbrauchs. . 
Pflichtige ‘ Betrag AM 
3245 
3.245 
30 927 928 
14711 014 
2722 
107 
548 304 
22973 
14 138 351 
17.47 
Ebenso kommt dem Inlandseinkommen der beschränkt steuerpflichtigen Ausländer nur 
ine relativ geringe Bedeutung zu: 
Zahl, Einkommen und festgesetzte Steuer der beschränkt 
Steuerpflichtigen 1925 
„  Ausländer- 
Bezeichnung En 
land 
a ET AA 
Einkommen in ZA veeeeeere een 
Festgyesetzte Steuer in AM ... 
21 077 
52 672 239 
7044 578 
Bei der hervorragenden Bedeutung der Groß- und Mittelstädte für Deutschlands Wirt- 
schaft und Finanzwirtschaft erscheint die Entwicklung ihrer Einkommensverhältniss® 
vesonders wichtig. Dabei zeigen sich die herausgestellten Entwicklungstendenzen in be- 
sonders scharfer Ausprägung. Unter den Groß- und Mittelstädten treten die Verwal- 
tungszentren der Industrie und die Handelsmittelpunkte durch hohe Pflichtigenziffern, 
hohe absolute Einkommen- und Steuersummen und infolgedessen durch hohe Kopfheträge 
an Einkommen und Steuer deutlich hervor (Übersichten 30 und 31). 
c. Statistik der Körperschaftsteuer 
Noch deutlicher als in der veranlagten Einkommensteuer prägt sich die ungünstig® 
Konjunkturlage des Jahres 1926 in den Zahlen der Körperschaftsteuer aus. Die Körper” 
schaftsteuerpflichtigen haben in diesem Jahre um 9,92 vH gegenüber dem Vorjahr 
abgenommen; das Körperschaftseinkommen ist allerdings in der gleichen Zeit nur um 
3,09 vH gesunken. Das Durchschnittseinkommen erscheint also auch bei den Körper” 
schaften im Jahre 1926 höher, weil durch die Krise für viele einkommensschwache Unter“ 
nehmungen die Steuerpflicht überhaupt ausgeschaltet wurde. Ebenso wirkt sich de 
Aufschwung des Jahres 1927 mehr in einer Ausweitung der Einkommen als in eine 
Zunahme der Pflichtigen aus; die Summe der ersteren liegt um 39,78 vH, die Zahl der 
letzteren nur um 3.5 vH höher als im Jahre 1925 (Übersicht 32}.
	        
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