Full text: Der Weltmarkt 1913 und heute

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§ I. 
Die Ueberschüsse der öffentlichen Unter 
nehmungen. 
Die vergesellschafteten Industrieen und im besonderen 
die natürlichen oder künstlichen Monopole können zunächst 
für die Gesamtheit, die sie ausbeutet, eine Einnahme 
quelle abgeben. In Brüssel wirft z. B. das Gas allein 
nahezu 2 Millionen Ueberschuss im Jahre ab. In Frank 
reich bringt das Tabakmonopol, das den Preis des Pro 
ductos um das Sechsfache erhöht, dem Staatsschatz in 
guten wie in schlechten Jahren mehr als 300 Millionen ein. 
Es versteht sich von selbst, dass im grossen und ganzen 
diese Ueberschüsse nichts anderes als indirecte Steuern 
sind.' Wenn eine öffentliche Verwaltung ihre Producte nicht 
zum Selbstkostenpreis liefert, so tragen die Ueber 
schüsse, die sie macht, notwendigerweise einen fiscalischen 
Charakter. Und in einer collectivistischen Gesellschaft 
würden an die Stelle der heutigen Steuern die Vorweg 
nehmungen treten, die die Gemeinschaft für die allge 
meinen Bedürfnisse ausführt, bevor sie an die individuelle 
Aufteilung geht. Wenn es sich aber um- Producte wie 
Tabak oder Branntwein handelt, die mit Recht als Steuer 
träger angesehen werden können, dann ist es etwas anderes, 
als z. B. mit Wasser und Leuchtgas, die nicht durch 
Aufschläge verteuert werden sollten, weil sie notwendige 
Bedürfnisse befriedigen. 
Schon heute geben übrigens einzelne Gemeindever 
waltungen Wasser und Gas teils zum Selbstkostenpreis, 
teils unter dem Selbstkostenpreis, teils sogar kostenlos ab. 
In seinem Buche über den Socialismus in England 
erwähnt Métin zwei kleine Städte, die das Gas gratis 
an ihre Einwohner abgeben.*) 
*) Métin: Le socialisme en Angleterre (Paris, Alcan, 
1897), pag. 226.
	        
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