Full text: Finanzen und Steuern im In- und Ausland

798 
Noch: Internationale 
: in vH der 
teuern vom Einkommen, 
Ertrag und Vermögen 
Steuern vom Ver- 
mögensverkehr 
Steuern vom Umsatz 
Staat 
und Jahr 
Staat 
bzw. 
Bund 
Glied- 
Staaten, X 
temeinde-‘ Ins- 
verbände gesamt 
und Ge- 
meinden 
Glied- 
Staat staaten, 7 
bzw. Gemeinde-| Ins- 
* | verbände gesamt 
Bund und Ge- 
meinden 
Staat 
bzw. 
3und 
Glied- 
staaten, 
Ge- ins- 
meinde- 
verbände | gesamt 
und Ge- 
meinden 
10 
3elgien 
LOB 
iO E Tereee 
‘rankreich 
9 Bere 
rare eben 
LE Deren 
Beeren 
Aroßbritannien 
1925/26 „000000000 
1926/27 200000000 
1927/28 000er 
1928/29 000er 
ctalien 
1925/26 20000000001 
Österreich 
19B5....0.000000000 ] 15,09 23,10 | 38,19 4,77 - az“ 5,18 | 16,61 
:192%6............. | 15,83 | 22,82 u) 3,90 | 1,34 | 5,24 | 10,69 | 5.00 | 15.69 
9,15 
17,50 
12,81 
17,80 
17,33 
16,98 
C. Steuersystem und Einkommens-. sowie Vermögens- - 
verteilung in Frankreich, Grossbritannien, den Niederlanden 
und den Vereinigten Staaten von Amerika 
Der durch das Steuerrecht und das Steueraufkommen charakterisierte Aufbau der 
Steuersysteme mit der staatenweise verschiedenen Betonung und Ausgestaltung der ein- 
zelnen Steuern wird maßgebend bestimmt durch die jeweilige wirtschaftliche Struktur der 
verschiedenen Staaten, insbesondere durch die Einkommensverteilung nach Quellen und 
nach Einkommensklassen. Staaten mit starker Besetzung der hohen und höchsten Ein- 
kommensklassen können sich ohne Gefahr für die Aufbringung der notwendigen Deckungs- 
mittel die Ausbildung von Einkommen- und Ertragsteuern gestatten, welche die unteren 
and mittleren Einkommen, insbesondere die Arbeitseinkommen, durch hohe Sozialabzüge 
sowie durch niedrige Steuersätze schonen und nur die hohen und höchsten Einkommen 
progressiv besteuern; ärmere Länder müssen dagegen schon die unteren und mittleren 
Einkommen, sei es durch niedrige Ansetzung der Sozialabzüge und durch proportionale 
Steuersätze ohne Degression in den unteren Stufen bei den Einkommen- und Ertrag- 
steuern oder durch scharfe Anspannung der Verbrauchsbesteuerung belasten. Weiterhin 
‘ührt beispielsweise der verschiedene Grad der Industrialisierung, der verschieden hohe 
Anteil des fundierten und unfiundierten Einkommens am Volkseinkommen, die verschie- 
dene Größe des reinen Zins- und Renteneinkommens innerhalb des fundierten Einkommens 
u.a. m. zu Strukturunterschieden in den Steuersystemen der einzelnen Staaten, die bei- 
spielsweise in dem Überwiegen des Objekt- oder Subjektcharakters eines Steuersystems, in 
der Bevorzugung der Verbrauchsbesteuerung oder der Einkommens-, Ertrags- und „Ver- 
mögensbesteuerung zum Ausdruck kommen. Rückschlüsse auf die Einkommensverteilung 
— 729 — 
Übersicht 33 
jbersichten 
Gesamtsumme 
31 
Transportsteuern 
IV - 
Steuern vom Ver- 
arauch und Aufwand 
Glied- 
Staat | A ze Staat 
bzw. | meinde- bzw. 
Bund | verbände | Sesamt | gung 
und Ge- 
‚ meinden | 
En 
1—V 
Gesamtsumme 
Zölle 
Glied- 
ı staaten. 
Staat Ges , in 
bzw. | meinde- 
Bund | verbände gesamt 
und Ge- 
{ meinden 
11 
Glied- 
staaten, 
Ge- ins- | 
meinde- 
serbände | esamt 
und Ge- 
meinden 
19 
ı  Glied- | 
Staat a, z 
ins- 
bzw. Mmeinde- | 
Bund Verbände gesamt 
und Ge- 
meinden 
0 
»S 
— 
11,43 | 
11,60 
4,85 
4,66 
16,28 | 
16,26 
12,08 „I 12,08 1 80,48 | 10,8 | 100,00 
10,30 . 10,30 85.34 14,686 | 100,00 
‚95 | 
2,97 . 
3,91 | : 
3.78 
4,95 
2,97 
3,91 
3.78 
16,83 
19,20 | 
18,85 | 
18,19 
(7,45 
17,86 
18,02 
17,72 
26,58 
3,20 
3,32 
2,99 
3,04 
20,03 
22,52 
21,84 
21,23 
3,92 ; 
4,47 . 
5,02 
6,37 
3,92 ! 
4,47 
5,02 | 
6,37 
88,02 
86,97 
86,58 
86,37 
11,98 
13,03 
13,42 
13.63 
100,00 
100,00 
100,00 
100.00 
12,19 | 
12,78 
12,69 | 
13,60 
„| BZ | 82.78 | 17.22 | 100,00 
| 64,03 35,97 |f 100,00 
0.16 | 0,06 / 0,22 18,27 | 646 | 24,73 | 14,88 m 14,95 (en {{ (43,58) { (100,00) 
| 64,33 35,67 If 100,00 
9,14 0,99 | 0,23 19,04 | 6,39 | 25,43 | 14,73 0,03 | 14,76 { 6718) {4 (42:82) P— 
1ach Einkommensklassen und Quellen erlauben die in einzelnen Staaten veröffentlichten 
Veranlagungsergebnisse?), in erster Linie die der Einkommen- und Ertragsteuern. 
Eine kurze zusammenfassende, auf den Originalstatistiken aufbauende Darstellung über 
lie Einkommenschichtung und die Verteilung der Steuerpflichtigen und des Einkommen- 
steuersolls auf die einzelnen Klassen bietet die folgende Übersicht 34?). 
+) Der Umfang der von den einzelnen Staaten veröffentlichten Statistiken der Veranlagungsergebnisse ist außerordentlich 
‚erschieden. Nur wenige Staaten geben ausführliche und regelmäßig erscheinende Steuerstatistiken heraus, Die Original- 
;tatistiken der Veranlagungsergebnisse für Großbritannien, Frankreich und die Vereinigten Staaten sind in Band 9 der Einzel- 
‚chriften zur Statistik des Deutschen Reichs: »Die Staatseinnahmen aus Steuern und Zöllen im Deutschen Reich und im 
Auslande« veröffentlicht. — %) Quellen: Frankreich: Die Statistik der Ergänzungsteuer auf das Gesamteinkommen (Impöt 
zöngral sur le revenu) 1927 und 1928; Großbritannien: Die Statistik der Einkommen- und Zuschlagsteuer 1919/20 (letzte 
zollständige Veröffentlichung), Statistik der Super-Tax 1926/27 und 1927/28 (nur Einkommen über 2 000 £); Niederlande: 
Zinkommensteuerstatistik 1926/27 und 1927/28; Vereinigte Staaten: Die Statistik der Einkommensteuer 1926 und 1927. 
Die verwendeten Statistiken beziehen sich auf die Einkommen folgender Jahre: Frankreich: 1926 und 1927; Groß- 
>ritannien: 1919/20, 1925/26 und 1926/27 bzw. den Durchschnitt mehrerer vorhergehender Jahre, Niederlande: 1925 
ınd 1926; Vereinigte Staaten: 1926 und 1927. Die den Statistiken zugrunde liegenden Veranlagungen erstrecken sich 
n der Mehrzahl auf natürliche Personen, Soweit ausnahmsweise auch nichtnatürliche Personen der Einkommensteuer unter- 
vorfen sind, blieben diese aus Gründen der Vergleichbarkeit unberücksichtigt, Aus der Einkommensteuerstatistik ist nicht 
lie Zahl sämtlicher Einkommensbezieher sowie der Gesamtbetrag der privaten Einkommen zu ersehen, Diese umfaßt, von 
Ausnahmefällen abgesehen, nur die steuerpflichtigen Personen. Ebenso erstreckt sie sich lediglich auf die die Steuerfreigrenze 
bzw. Veranlagungsgrenze überschreitenden Einkommen, Die Grenze liegt in den betreffenden Jahren für Frankreich bei 
7000 fr für Unverheiratete (= 939 bzw. 1002 .4 Vorkriegskaufkraft; dieser Betrag erhöht sich für die Ehefrau und 
Xinder um je 3000 fr), für Großbritannien bei 130 £ 1919/20 (= 1576 4 Vorkriegskaufkraft), für ‚die Nieder- 
lande bei 800 hfl, (= 878 bzw. 928 A Vorkriegskaufkraft) und für die Vereinigten Staaten von Amerika bei 1500 $ für 
Unverheiratete (= 3850 bzw. 3996 ‚4 Vorkriegskaufkraft) und 3500 $ für Verheiratete (= 8 984 bzw. 9 324 A Vor- 
zriegskaufkraft), Existenzminimum sowie soziale Abzüge sind von dem Einkommen nicht abgesetzt, Hinsichtlich der 
nethodischen Grundlagen der Originalstatistiken vgl. auch die Ausführungen in Band 9. der Einzelschriften zur Statistik des 
Deutschen Reichs 8. 142ff. — Als Basis für die Umrechnung sowohl der Einkommen wie des Steuerbetrages wurde jeweils 
las Jahr des tatsächlichen Anfalles des Einkommens, nicht das Steuerjahr, genommen. Eine Ausnahme wurde nur bei der 
Umrechnung der Zahlen von Großbritannien von 1919/20 gemacht, Dieses Jahr war ein Krisenjahr für die britische Wirtschaft, 
was u. a. in der außerordentlichen Höhe des Lebenshaltungs- und Großhandelsindexes zum Ausdruck kommt (1919: 208 bzw. 
242, 1920: 255 bzw. 307). Das Preisniveau nahm in den folgenden Jahren bis 1922/23 wieder einen annähernd normalen Stand 
an. Die Einkommensentwicklung ging mit dieser Preisentwicklung nicht parallel, in den Einkommen ist in den folgenden 
Jahren vielmehr nur ein ganz geringfügiger Rückgang eingetreten, Da eine Umrechnung der Einkommen mit dem Index 
von 1919/20 diesem Umstand nicht Rechnung getragen und ein gänzlich falsches Bild ergeben hätte, wurde die Umrechnung 
mit dem Index von 1922/23 vorgenommen, Die abweichenden Einkommensklassen der Originalstatistiken wurden vereinheit- 
licht und zu 6 Hauptklassen zusammengezogen. Die auf die neugebildeten Einkommensklassen entfallende Zahl der Steuer- 
pflichtigen sowie die Einkommen- und Steuerbeträge wurden durch Interpolation gefunden. Die Tatsache, daß die 
Verteilung der Einkommen bei doppelter logarithmischer Darstellung in der Regel eine Punktreihe ergibt, deren Verlauf 
sich annähernd einer geraden Linie anpaßt, gestattet os, von der Statistik nicht gegebene Zwischenwerte mit einer 
gewissen Genauigkeit zu errechnen.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.