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Abb. 20. Diluviale Sanddecke im Pegnitz-Tal östlich von Nürnberg.
Längen. 1: 10000; 2'/ fach überhöht.
Diluviale Sandfelder bedecken stellenweise nicht nur das Jura-Vorland, sondern
jeilweise auch die Talsohlen der Jura-Täler, bzw. alte im Schutt versunkene Fluß-
rinnen. In solchen schutterfüllten Talrinnen fließen bedeutende Grundwasser-
strömungen talabwärts. Durch Flachbrunnen können diese Grundwässer er-
schlossen und gefaßt werden. Beispiele: Wasserversorgung von Lauf und
Röthenbach a. d. Pegnitz.
lichen Winde abgewitterte Sandmassen aus dem Keupersandsteingebiet an den Fuß der
Juraberge, die sich dort im Laufe der Jahre dünenartig anhäuften. So entstanden die weiten
Sandfelder im Juravorland am Westrande des Juragebirges bei Bamberg, Erlangen, Nürn-
berg und Neumarkt i. d. OPf, Sie nehmen nicht nur die atmosphärischen Niederschläge
and einen Teil des vom Jura herabfließenden Wassers ‚auf, sondern erhalten auch noch
Quellwasser, das aus den überdeckten Schichten des Keupers, des Schwarzen und des
Braunen Juras entspringt. Da die Sandmassen zumeist eine Mächtigkeit von 10 bis 15 m,
stellenweise aber auch eine solche von 20 und 830 m erreichen, so bilden sie äußerst wert-
volle Grundwasserspeicher, namentlich dort, wo der Sand alte Täler und Flußrinnen über-
deckt. Die einem solchen Becken zwischen Altdorf und Leinburg entströmende Ursprungs-
Quelle liefert der Stadt Nürnberg 100 L/Sek. Die Städte Bamberg und Erlangen ent
nehmen diesen Grundwasserspeichern mittels Flachbrunnen 120 bzw. 135 L/Sek.
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Abb. 21. Geologisches Profil durch das Maintal bei Schweinfurt.
Längen 1:50000, 5 fach überhöht.
Alluviale und diluviale Schotter im Maintal; D — Diluvialer Löß und Sand
auf den Terrassen und Höhen; UK — Unterer Gipskeuper.
Die großen Flüsse im mittleren und nördlichen Bayern besitzen in ihren breiten
Tälern meistens ein Bett aus Flußschotter und Sand, das sich über die ganze
Talbreite erstreckt und stellenweise bis 10 und noch mehr Meter mächtig ist.
Auf diesem Kiesbett fließt der Fluß dahin. Mit ihm fließt in den darunter
liegenden Schottern eine Grundwasserströmung ganz langsam talabwärts. Diese
Alluvionen der großen Flußtäler werden vielfach zur Wasserversorgung von
Städten ausgenutzt. Im vorliegenden Falle wurde die Mainniederung zwischen
Main und Sennfeld zur Wasserversorgung der Stadt Schweinfurt herangezogen.
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Aus den diluvialen Sandfeldern des Maingebietes versorgen sich die Städte Schwein-
(urt, Marktbreit und Aschaffenburg mit Wasser.
Während die genannten Sandfelder seitwärts von den Flußtälern liegen oder von den
Flüssen durchzogen werden, bedecken die Flußalluvionen nur die Talsohlen. Besonders
wasserreich sind sie dort, wo sie noch unter die Flußsohle hinabreichen, weil dann das
Grundwasser nicht gegen den Fluß hin ausfließen kann, sondern im Sand und Schotter
aufgespeichert wird. Die wasserführenden Flußalluvionen sind namentlich dort wertvoll.