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II. Kapitel. "
gestellt, einen emotional ungünstigen Seelenaugenblick, dem Lust zugehört
und der Gedanke an eine mögliche Veränderungsreihe, in welcher
sich schließlich unter Verschlechterung des die eigene Seele betreffenden
Wertgesamtzustandes Verlust der gegenwärtigen Lust und Gewinn
von Unlust finden würde, Ebenso nun, wie es ein besonderes Begehren
gibt, das als Wollensbedingung in Betracht kommt, nämlich
ein „Begehren“, dem Unlust zugehört und der Gedanke an eine durch
eigenes Tun mögliche Veränderungsreihe, in welcher die gegenwärtige
Lust verloren und Unlust gewonnen würde, gibt es auch ein
besonderes „Besorgen“, dem Lust zugehört und der Gedanke an eine
durch eigenes Tun mögliche Veränderungsreihe, in welcher die gegenwärtige
Lust verloren und Lust gewonnen würde. Solches „Besorgen“ ist nun
ein „als Wider-Wollensbedingung in Betracht kommendes Besorgen“.
Als „Wider-Wollen“ („Widerwille“) bezeichnen wir aber
jeden emotionalen Seelenaugenblick, dem der. (selbstbewußte) Gedanke
zugehört, daß ein der eigenen Seele gegenwärtig zugehöriges
„Besorgen“, dem Lust zugehört und der Gedanke an eine durch eigenes
Tun mögliche Veränderungsreihe, in welcher unter Verschlechterung
des die eigene Seele betreffenden Interessengesamtzustandes die gegenwärtige
Lust verloren und Unlust gewonnen würde, jenes eigene
mögliche Tun ausschließt. Das „Wider-Wollen“ bildet also
als emotional ungünstiger Seelenaugenblick das Gegenstück zum emotional
günstigen Seelenaugenblicke „Wollen“, dem der (selbstbewußte)
Gedanke zugehört, daß ein der eigenen Seele gegenwärtig zugehöriges
Begehren, dem Unlust zugehört und der Gedanke an
eine durch eigenes Tun mögliche Veränderungsreihe, in welcher unter
Verbesserung der die eigene Seele betreffenden Wertgesamtlage die
gegenwärtige Unlust verloren und Lust gewonnen würde, als wirkende
Bedingung mit den Leibesveränderungen in solchem Tun zusammengehört.
Während also jeder „Wollende“ weiß, daß ein ihm
gegenwärtig zugehöriger Seelenaugenblick die wirkende Bedin gung
in dem in jenem Seelenaugenblicke gedachten eigenen Tun abgeben
wird, also „eigenen gegenwärtigen Seelenaugenblick in Wirkenszusammengehörigkeitsbeziehung
mit besonderen eigenen
Leibesveränderungen“ weiß, weiß jeder Wider-Wollende“, daß ein
ihm gegenwärtig zugehöriger Seelenaugenblick ein Hindernis für das
in jenem Seelenaugenblicke gedachte eigene Tun abgibt, er weiß also
„eigenen gegenwärtigen Seelenaugenblick in Wirkensausschließlichkeitsbeziehung
zum Gewinne besonderen eigenen
Wollens und damit zu besonderen eigenen Leibesveränderungen“.
Dieser Unterschied zwischen „Wollen“ und „Widerwollen“
wird gewöhnlich dadurch zum Ausdrucke gebracht, daß man vom
„Wollenden“ sagt, „er wolle Etwas tun“, hingegen vom Wider.