Full text : Allgemeine Gesellschaftslehre

318 00 VI. Kapitel, Sn

tritt, in welchem B sich befindet, so daß er nunmehr den B durch
sine Rede zu Etwas veranlassen kann, durch eine Rede, die B früher
nicht wahrgenommen hätte, Die „Verfügbarkeitswirkung“ kann schließlich
 drittens darin bestehen, daß besonderem Einzelwesen, das weder
das „verfügbar werdende Einzelwesen“ noch der Leib (oder die Seele)
des „in Verfügbarkeitsbeziehung tretenden Menschen“ ist, eine Veränderung
 zugehörig wird. In jenen Fällen nämlich, in welchen besonderer
 Mensch nur durch besondere Veränderung eines ersten, von
seinem Leibe verschiedenen Einzelwesens ein zweites Einzelwesen verändern
 kann, ist das zweite zu verändernde Einzelwesen offenbar nur
dann für besondere Leistung verfügbar, wenn das erste Einzelwesen
für die notwendig vermittelnde Leistung verfügbar ist, da erst dann
davon gesprochen werden kann, daß dem zweiten Einzelwesen die
Grundlage dafür zugehört, daß besonderer Mensch ihm besondere absichtliche
 Veränderung in einem Wirken zugehörig macht. So ist z. B.
eine Zigarre zum „Angezündet werden“ nur verfügbar, wenn ein „Streichholz“
 oder ein „Feuerzeug“ verfügbar ist. Die „Verfügbarkeitswirkung“
hinsichtlich eines Einzelwesens ist in solchen Fällen auch eine „Verfügbarkeitswirkung“
 hinsichtlich eines anderen KEinzelwesens. In
solchen Fällen ist nämlich die Verfügbarkeitsbeziehung stets mehreren
Einzelwesen zugehörig und kann diesen mehreren Einzelwesen durch
Veränderung eines dieser mehreren Einzelwesen zugehörig werden,
wenn den anderen Einzelwesen die als Gründe dieser Beziehung in
Betracht kommenden Allgemeinen bereits zugehören. Insbesondere ist
auch eine andere Seele für besonderen Menschen stets nur dann „verfügbar“,
 wenn für ihn deren Leib verfügbar ist, da andere Seele nur
durch den mit ihr stetig zusammengehörigen Leib verändert werden
kann. Jede „Verfügbarkeitswirkung“ kann selbstverständlich selbst eine
„absichtliche Leistung“ sein. „Verfügbarkeits-Streben“ nennen
wir jedes Streben, in welchem auf eine „Verfügbarkeitswirkung“ gezielt
wird, „verfügbar machen“ nennen wir das solchem Streben gegebene
„eigene gegenwärtige Leisten“. Das „Verfügbarkeits-Streben“ ist entweder
 ein „Streben nach eigenbezogener Verfügbarkeit“
oder ein „Streben nach anderbezogener Verfügbarkeit“. Das
letzterem Streben gegebene „eigene gegenwärtige Leisten“ nennt man
ein „jemandem Etwas zur Verfügung stellen“, dessen Gegenstück
 das „jemandem die Verfügung über Etwas entziehen“
ist. Das „Verfügbarkeits-Streben“ ist nur eine Besonderheit des „Strebens
nach Verwirklichung von Verfügbarkeitsgründen“, da das
‚Verfügbarkeits-Streben“ insbesondere auf die Verwirklichung des letzten,
noch fehlenden Grundes besonderer Verfügbarkeitsbeziehung zielt.
Befindet sich nun besonderer Mensch in besonderem Zeitpunkte
zu besonderen Einzelwesen in einer Beziehung der „Verfügbarkeit“ für
            
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