Der Bauer verkauft sein Getreide nicht, weil er dasselbe
für eine viel wertbeständigere Währung hält als den Tscher-
wonzen, für den er nur teure und minderwertige inländi-
sche Fabrikate kaufen kann. Daher musste die Regierung
endgültig auf die Getreideausfuhr verzichten, was wiederum
ungünstig auf die Währung wirkt; denn die Erschütterung
des Tscherwonzen von der Handelsbilanz her, die für Russ-
land auch gleichzeitig eine Zahlungsbilanz ist, geht aus der
Tatsache hervor, dass der russische Aussenhandel im Wirt-
schaftsjahre 1924/25 mit einem Passivsaldo von 150 Mill.
Rubel schloss und in den ersten fünf Monaten des Wirt-
schaftsjahres 1925/26 (1. Okt. 1925 bis 1. März 1926). mit
einem Passivsaldo von 68,7 Mill. Der Bestand der Staats-
dank an Devisen und KEdelmetallen verringerte sich vom
l. Okt. 1925 bis 1. März 1926 von 289,1 Mill. auf 244,6
Mill. Rubel. Die Notendeckung dagegen ist von 266,8 Mill.
Rubel am 1. Jan, 1926 auf 230,1 Mill. am 1. April 1926
zurückgegangen.
Es soll hier die Aufnahmefähigkeit des russischen Mark-
tes für Landmaschinen gezeigt werden. In der Zeit von
1910 bis 1914, als der russische Markt pro Jahr für rund
125 Mill. Rubel landwirtschaftliche Maschinen und Geräte
aufnahm, von denen durchschnittlich für 55 Mill Rubel
importiert wurden, ergab die vom Zentralstatistischen Ko-
mitee des Ministeriums des Innern angestellte Untersuchung
bezüglich des Grades der Versorgung der russischen Land-
wirtschaft mit landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten
folgendes Resultat:
Es wurden registriert:
Ackergeräte.
Im Jahre 1910 waren eiserne Pflüge und
andere moderne Ackergeräte vorhanden
den folgenden vier Jahren wurden
durchschnittlich pro Jahr verkauft .
Beginn des Jahres 1915 wurden fest-
gestellt... .
zu
Eggen.
Im Jahre 1910 waren eiserne Eggen und
andere moderne Geräte zur Auflocke-
rung des Bodens vorhanden . . ..
den folgenden vier Jahren fanden durch-
schnittlich 290000 Stück pro Jahr Ab-
satz = . .
in
6500 000 Stück
3600000
10100000 ,,
1160000 Stück
1 160 000