Contents: Wirtschaft als Leben

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„Die Grenzen der Geschichte“, 
keit zu einer Gattung in Betracht. Wenn Kosmographie ein Seiten 
stück zur Geographie ist, so sind die kosmogonischen Hypothesen 
(Kant-Laplace) ein integrierender Bestandteil der Metahistorie- 
Auch die Weltkörper gehören zu den räumlichen Dingen, die ihre zeit 
hafte Ordnung beanspruchen. Kosmogonische, „erdgeschichtliche“ und 
biogenetische Erkenntnis stehen harmonisch im metahistorischen System,, 
ob die Forschung dies nun genügend beachtet oder nicht. (Ratzel.) 
Es ergibt sich hier als ein Fehler im Prinzipe, wenn man das 
metahistorische System der „Epochen“ selber als eine 
„Entwicklungsgeschichte“ des Individuums „Erdball“ ansieht, 
und die kosmogonischen Hypothesen dann als P'ortsetzung denkt. Wie es 
nicht unerwähnt bleiben soll, haben bahnbrechende Denker und Forscher 
unter den Geologen (Lyell) es abgelehnt, Anfang oder Ende des geo 
logischen Geschehens in Erwägung zu ziehen. Es blieb der „evo- 
lutionistischen“ Auffassung Vorbehalten, jenem prinzipiellen Fehler Vor 
schub zu leisten. Die metahistorische Erkenntnis wird da mit jener In 
dividualisierung ihrer Nutzanwendungen verwechselt, die 
allein der Geographie Vorbehalten bleibt. Diese will hiermit den 
Schauplatz des historischen Geschehens, als reale Gesamtheit seiner 
äußeren Bedingungen, einheitlich und besser zur Erfassung bringen, 
als es ohne Nutzanwendung metahistorischer Erkenntnis möglich wäre- 
Nur darf die Geographie nicht wähnen, daß sie dadurch 
unser Wissen vom wirklich Geschehenen, wie es die 
Historie vermittelt, auch noch auf die Entstehungs 
geschichte des Schauplatzes alles historischen Ge 
schehens ausdehnt. 
Hier handelt es sich offenbar um den folgerichtigen zweiten 
Schritt in jener Richtung, die mit der landläufigen „Lösung“ unseres 
Problems betreten ist: Zu der Entwicklungsgeschichte des Akteurs 
der Geschichte erst noch jene des Schauplatzesl Von diesem 
zweiten Schritt gilt alles, was vom ersten zu sagen ist, und das oben 
Gesagte noch hinzu. Wenn der erste Schritt ein Mißbrauch der 
metahistorischen Erkenntnis ist, so der zweite ein Miß* 
brauch ihrer Nutzanwendung. In dieser fragwürdigen Art 
leimt sich das „Kontinuum des Geschehens“ zusammen, dem unser 
Blick in die Vergangenheit zu folgen wüßte; im Geiste jener „natur 
wissenschaftlichen Weltanschauung“, die auf den „Entwicklungs 
gedanken“ pocht. Diesem Gedanken kommt auf naturwissenschaft 
lichem Gebiete eben nur die Bedeutung eines Prinzipes der zeit 
haften Ordnung der räumlichen Dinge zu, für den Zweck 
einer höchststehenden Systematik der letzteren, nie aber darf man
	        
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