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dem Verzicht auf eine Erklärung gleichkommen... Daher dürfen
nicht einmal psychologische Begriffe (wie Bewußtheit [geschweige
lenn noologische Begriffe. W. S.]) in das Naturerkennen gemischt
werden... Dort das Verstehen... Aber in der Biologie hat
sin Verstehen in diesem Sinne nur als Durchgangsstufe zur echten
Erklärung eine vorläufige Berechtigung [wie für uns umgekehrt die
naturwissenschaftliche Erklärung für das Verstehen. W. S.], innerhalb
eines abgeschlossenen naturwissenschaftlichen Erkenntnissystems
haben psychologische Begriffe schlechterdings keine Stelle.“
Psychische Vorgänge und Bewegungsvorgänge liegen auf verschiedenen
Ebenen und „können daher niemals gemeinsam als Glieder einer
und derselben Kausalreihe auftreten‘. „Naturerklärung heißt aber:
Darstellung durch dies ganz besondere naturwissenschaftliche Beyriffssystem.
“1
Denselben Anspruch auf eine unserem Erkenntnisgebiet angemessene.
Methode erheben wir Geistwissenschaftler nun aber auch.
Deshalb lehnen wir zunächst alle „romantische Wissenschaft“ ab. Die
„Romantiker‘‘ lösen alle geformte Wissenschaft in einen formlosen
Wissensbrei auf. „„,Den Zauberstab der Analogie zu schwingen‘, Logik
in die Geschichte, Mythologie in die Naturwissenschaft hineinzuspiegeln
und die Ebenbildlichkeit des Menschlichen mit dem Elementarischen,
das Elementarische mit dem Ätherischen zu durchschauen, ist das
Denkmittel, mit welchem romantische Wissenschaft den ‚Abyssus von
Individualität‘, der ihm die Welt ist, zu erleuchten strebt. Alle
nationalökonomischen Begriffe erfahren bei Ad. Müller diese Romantisierung,
und Novalis’ Apercu, die ‚Finanzwissenschaft müsse
poetisiert werden‘, scheint hier Tatsache geworden zu sein.“ 1a
Adam Müller hat seine „Elemente der Staatskunst‘“ selber bezeichnet
als eine aus philosophischen, nationalökonomischen und
theologischen Elementen zu einer höheren Einheit verbundene neue
Gattung..., die zu kritisieren infolgedessen weder ein Philosoph,
noch ein Nationalökonom, noch ein Theologe berufen sei... ?
ı M. Schlick, Naturphilosophie in: M. Dessoir, Lehrbuch der Philosophie.
Ba. 2. S, 474.
la H. Freyer, Die Bewertung der Wirtschaft im philosophischen Denken des
"9. Jahrhunderts. 1921. S. 48. 5
? Vgl. Carl Schmitt, Politische Romantik. 2. Aufl. ra25. S. 186.