Object: Grundzüge der Theorie der Statistik

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dauer zu ca. 60 Jahren angesetzt werden kann) hielte und ständig 75000 Kinder 
jährlich geboren würden? 
Welcher Zahl würde sich die Volkszahl in Dänemark nähern? 
Aufgabe 108. Finde die den Geburts-, Sterbefalls- und Wanderungs- 
frequenzen in Dänemark von 1911—20 entsprechende Verdopnelungsperiode. 
331. Es sei ferner bemerkt, daß die Vorstellung davon, daß 
sich gewisse Verschiebungen im Laufe der Zeit das Gleichgewicht 
halten, in vielen Verbindungen geradezu als Ausgangspunkt (Prinzip) 
bei der Bestimmung von Wahrscheinlichkeiten und der Form von 
Verteilungsgesetzen !) dienen kann. Dies ist beispielsweise gerade 
mit dem oben behandelten binomialen Verteilungsgesetze der Fall. 
Da die hierbei verwandten Methoden in der Regel kompliziertere 
mathematische Hilfsmittel erfordern und Probleme betreffen, auf 
lie wir im übrigen hier nicht näher eingehen werden, so wird auf 
jen im Anhang auf Grund des Prinzips des statistischen Gleich- 
yewichts als Beispiel angeführten Beweis für das Binomialgesetz 
verwiesen. 
VII. Kapitel. 
Abgeleitete statistische Ausdrücke. 
A. Mängel bei den Beobachtungen. 
332. Im Vorhergehenden wurde gezeigt, auf welchem Wege man 
entscheiden suchen muß, ob ein Material hinlänglich umfangreich 
ist, zuverlässige „statistische Schlüsse“ zuzulassen; im allgemeinen 
ist jedoch vorausgesetzt, daß die Beobachtungen zuverlässig genug 
angestellt werden können und zwar so, daß es möglich ist, das Ma- 
terial nach all den Einteilungsgründen (Ursachen), deren man he- 
Jarf, zu gliedern. 
in der Praxis wird man jedoch oft und selbst da, wo die Zahlen 
an und für sich genau genug sind, auf überaus große Schwierigkeiten 
bei der Anwendung statistischer Methoden stoßen. Wenn zwei 
Zahlenreihen verglichen werden sollen, wird man häufig finden, daß 
die Zahlen nicht homogen sind; die eine Beobachtungsreihe hat 
Elemente, die sich nicht in der anderen finden, oder die Reihen 
stammen von verschiedenen Perioden; ein oft vorkommender Mangel 
ist hier der, daß sich beide Beobachtungsreihen zwar in derselben 
Richtung spalten lassen, daß jedoch die Grenzen zwischen den 
a ') A.K. Erlang, Some applications of the method of statistical equilibrium 
in the theory of probabilities. Matematiker-Konegressen i Kobenhavn 1925. S. 157.
	        
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