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K S lL
Abschn. 25. Nebenkosten der Girozahlung. 113
Lagerraum schaffen. Hierfür werden Einzelgebühren als ííeben
kosten zum eingelieferten Getreide erhoben. Von diesen Neben
kosten (Beikosten) kennen wir:
1. (TixoXoTiKÓv^ wahrscheinlich eine Gebühr für die Mühe
waltung des (TitoXótoç2; vgl. unten S. 114,
2. (TiToiLieTpiKÓv^, die Weizen-Meßgebühr.
3. KaSápffeujç^, eine Gebühr für Reinigen® des Getreides
von groben Fremdkörpern.
4. KocTKiveuTiKÓv®, eine Gebühr für Durchsieben des Ge
treides zur Entfernung feiner Fremdkörper, insbesondere des Sandes.
Es scheint, daß man die vorgenannten Nebenkosten ganz
oder teilweise, vielleicht auch noch andere Gebühren, unter dem
Sammelnamen *7Tpoff|LieTpoij)Lieva”^ zusammenfaßte. Die Höhe
der Nebenkosten schwankt sehr*; selbst innerhalb einer und der
selben Urkunde, z. B. in P. Lond. HI S. 89 Nr. 900 (1. Jahrh. n. Ohr.),
ist ein Schwanken bemerkbar.
Die TTpoupeTpoopeva sind zahlbar seitens desjenigen, der die
Mühewaltung des Speichers veranlaßt. Wer also Getreidesteuern
körperlich einzahlt, hat die TrpoupeTpoújueva zu entrichten. Zahlt
jedoch ein Giroguthaber seine Getreidesteuern durch Weg
schreiben von seinem Konto ein, so können die irpocrjuerpoóiLieva
nicht erhoben worden sein, weil diese Abgaben bereits früher
einmal, als die nämlichen Getreidemassen körperlich eingezahlt
wurden, entrichtet worden sind. Macht ein Giroguthaber eine
Girozahlung an einen anderen Giroguthaber, so werden die Ttpocr-
pexpoúiLieva ebenfalls nicht entrichtet worden sein. Wahrscheinlich
aber mußte in solchem Falle eine Giro-Umschreibegebühr gezahlt
‘ P. Oxy. IV 740, 22 u. ö. (um 200 n. Chr.).
* Grenfell und Hunt, P. Oxy. IV 744, 22 Anm., denken an ein Dienst
geschenk für die öiToXöyoi.
3 P. Hib. I HO, 14 (um 270 v. Chr.); P. Teb. II 520 (um 15 n. Chr.):
0iTUí|LiéTpou ; P. Oxy. IV 740, 25 (um 200 n. Chr.).
* Über die anderweitige Bedeutung der xaGapà péxpriuiç s. oben
S. 75 f.
® P. Petr. Ill 129 a, 14; vgl. Mahaffy, aaO. S. 319; P. Teb. I 72, 398 (um
114 V. Chr.); P. Lond. III S. 138 Nr. 1225, 11 (um 70 n. Chr.); P. Fay. 23a Einl.
(2. Jahrh. n. Chr.) : 6 éirfi] xfjç xaGclpueiuç toO brunoaíou irupoO.
» P. Petr. Ill 129a, 15; P. Teb. I 72, 398.
' Über diesen Ausdruck siehe Grenfell und Hunt, P, Teb. I 92, 9 Anm.;
Wilcken, Ostraka I S. 289.
8 Grenfell und Hunt, P. Fay. 81, 11 Anm.; Vitelli, P. Fior. I 35,11 Anm.
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Preisigke, Girowesen im griech, Ägypten.