Full text: Comparison of rates of duty in the Tariff Act of 1930 and in the Tariff Act of 1922

ERFOLGSKONTROLLE DER PROPAGANDAMASSNAHMEN 731 
104. ERFOLGSKONTROLLE 
DER PROPAGANDAMASSNAHMEN 
Der Generaldirektor eines führenden Hotels von internatio- 
nalem Ruf bat mich, einen geschülten, jungen Reklamefach- 
mann zu empfehlen. Ihm sollten, unter Leitung des General- 
direktors und eines der Direktoren, die Arbeiten für eine neu 
einzurichtende Reklameabteilung übertragen werden. Mit der 
Aussicht, sich bei Bewährung zum Reklamechef emporzu- 
arbeiten. ; 
Das ist ein erfreuliches Symptom dafür, daß man im Hotel- 
gewerbe aufzumerken beginnt. Man erkennt hier und da, 
wenigstens in „führenden Kreisen“, daß eine Abkehr von den 
bisherigen Reklamemethoden notwendig ist. Wie wurde dieser 
wichtige Zweig des Hotelbetriebes seither auf dem europäischen 
Kontinent bearbeitet? In den weitaus meisten Fällen besorgte 
der vielbeschäftigte, oft sogar überlastete Besitzer oder Direktor 
seine Reklame selbst. Es ist klar, daß unter solchen Verhält- 
nissen ein Vertiefen in diese schwierige Kunst so gut wie 
ausgeschlossen ist, daß die wichtigen Finessen der Propaganda 
stiefmütterlich oder überhaupt nicht beachtet und ausgewertet 
werden können. Verwunderlich ist das, denn gerade der Hotelier 
hat vielfache Möglichkeiten, mit Angehörigen anderer Berufe 
in Fühlung zu treten, und es konnte ihm nicht verborgen 
bleiben, daß in Industrie und Handel die Werbung zur Kunst 
geworden und in die Hände berufener, fachlich, künstlerisch 
und literarisch geschulter Männer gelegt worden ist. Selbst 
kleinere und kleine Betriebe und Geschäfte haben, wenn auch 
keinen eigenen Reklamechef, so doch einen ständigen Reklame- 
berater. Sie fahren nicht schlecht dabei. 
Meines Wissens findet man den Reklamechef, also den 
geschulten Werbefachmann, auf dem europäischen Erdteil nur 
in Hotelbetrieben Englands. Namentlich die großen Londoner
	        
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