61
Ausgaben für
Nahrungs- u. Genußmittel ..
Kleidung, Wäsche, Schuhwerk
Wohnung und Hausrat ....
Heizung u. Beleuchtung ....
Sonstiges
Der sonstige Bedarf setzt sich
zusammen aus:
Gesundheitspflege .......
Unterricht ..............
geist. u. gesell. Bedürfn...
Steuern ..............
Versicherungen .. —
Verkehrsmittel
Dienstboten ...
Unterstützungen
Schuldentilgung
Ersparnisse ...
Verschiedenes
Zusammen
19 „Handlungs-
gehilfen“ 1907
jahreenosoo —2
v. H.
0.2
12.1
19. 3
28
X
1.3
24 5
51 Kaufmannsgehilf. 80 Hamburger „min⸗
1926 derbemittelte“ Arbeit⸗
Jahreseint. 3356 nehmer 1923
Jabresausg. 33542 α abvehernt. 3355
v. H. v. H.
2 —
*
—
·—
04
91
95
96
0
—9
—
o 80
70
54
42
26
74
.57
86
7
I. 69
0. 59
4. 61
1. 23
5.13
2. 60
. 47
1. 35
0.75
O 58
⁊ 84
4
33.85
ß 25.84
gingen die Ausgaben für Wohnung und Hausrat zurück. Bei Kleidun g
zeigt sich ebenfalls ein Rückgang, der allerdings in Wirklichkeit nicht so
groß ist, da 1907 die Ausgaben für Reinigung der Kleidung und Wäsche in
die Ausgabengruppe für Kleidung miteingeschlossen wurden, während in der
vorliegenden Erhebung die Reinigung unter dem sonstigen Bedarf verbucht
worden ist. Der Kaufmannsgehilfemußalso gegenwär—
tig die Ernährungs- und Kleidungsbedürfnisseein—
schränken, damit er den in der Nachkriegszeit so verteuerten „sonstigen
Bedarf“ — die amtliche Teuerungszahl nennt stets eine Verteuerung von
180 gegen 100 in der Vorkriegszeit — einigermaßen decken kann. So sehen
wir, daß die Ausgaben für Lernmittel, geistige und
gesellige Bedürfnisse, Verkehrsmittel, Dienst—
leistungen, Unterstützungen an notleidende Ver—
wandte, Steuern und Versicherungen erheblich
stieeg en. Die Steuern stiegen, was um so beachtlicher ist, da die Kauf—⸗
kraft der verglichenen Haushaltungen im Durchschnitt gleich war, von
36,03 M auf 151,76 AM, während die Ersparnisse von 83,02 M
auf 39,17 M sanken, also nicht nur in der Ausgabenquote — von 3,7
v. H. der Ausgaben auf 1,17 v. H. — sondern auch in dem nominalen
Betrag. Die Zunahme des Versicherungsbedürfnisses dürfte die kleine Ab⸗
nahme der Ausgaben für Gesundheitspflege verursacht haben. Auch die
Ausgaben für Heizung und Beleuchtung sind erheblich gestiegen. Es besteht
demnach kein Zweifel, daß in der Haushaltungsrechnung des Kaufmanns⸗
gehilfen erhebliche Veränderungen — ja, man kann direkt von Verschlechte⸗
rungen sprechen — in den letzten zwei Jahrzehnten vor sich gegangen sind.