Full text : Comparison of rates of duty in the Tariff Act of 1930 and in the Tariff Act of 1922

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Humanität,  von  Standes-Vorurtheilen  ...  Die  Bürgerlichen,  die  gleich  die
ganze  Hand  fassen,  wenn  man  ihnen  nur  einen  Finger  reicht,  stimmten
sogleich,  als  müsse  es  so  seyn,  in  diesen  Ton,  und  die  schuldige  Ehrfurcht, ­
  die  dem  adeligen  Blut  gebührt,  ward  ganz  bei  Seite  gesetzt.  Hiezu
würkte  der  um  diese  Zeit  in  Deutschland  sich  überall  ausbreitende  Freimaurer-Orden, ­
  wo  die  verschiedensten  Stände  sich  so  lange  untereinander ­
  Bruder  nannten,  bis  es  einer  oder  der  andere  glaubte.  Immer
häufiger  wurden  nun  Mißheurathen,  die  das  edle  Blut  des  Adels  verunreinigten ­
  ...  In  jener  Zeit  ward  das  preußische  Gesetzbuch  gemacht,
dessen  Einleitung  recht  schön  philosophisch  klang;  da  war  auch  von
Menschenrechten,  und  solchen  Mode-Begriffen  die  Rede.“
Einen  vernünftigem  Zweck,  nämlich  vor  der  Auswanderung  zu
warnen,  hatte  das  nächste  Verlagswerk,  das  der  Verfasser,  der
Cameralist  und  Kölner  Regierungsrat  Dr.  Wilh.  Butte  (1772—1833)
„Erinnerungen  an  meine  teutschen  Landsleute,
welche  versucht  seyn  sollten  aus  Europa  zu  wandern“ ­
  betitelte.  Er  behauptet  darin,  daß  Europa  „der  vorzüglichste ­
  Welttheil  für  den  Menschen  in  seinem  natürlichen,  d.  h.
in  dem  gesellschaftlichen  Zustande“  sei.  Sterben  und  Abgaben
zahlen  müsse  man  überall,  und  Krieg  gebe  es  ebenfalls  überall.
„Manche  Leute  haben  schon  das  Schicksal,  daß  der  Krieg  immer
wieder  da  ausbricht,  wohin  sie  sich  und  die  Ihrigen  flüchteten,
um  seiner  Geißel  zu  entgehen.“
Das  Jahr  1816  brachte  dann  noch  „Vorschläge  zur  Errichtung ­
  eines  allgemeinen  Jüngfrauen-Stiftes  in
Preußen“,  die  ein  unbekannter  Verfasser  „im  Depot  der  preußischen ­
  Kriegs-Gefangenen  zu  Limoges  im  Januar  1814“  geschrieben
und  dem  Großherzog  von  Sachsen-Weimar,  „dem  Beförderer  alles
Guten  und  Schönen  in  Deutschland“,  gewidmet  hatte.
Er  macht  in  dem  seltenen  Büchlein,  das  nur  noch  in  einem  Stück  in
der  Kgl.  Bibliothek  in  Berlin  aufzutreiben  war,  den  Vorschlag  zur  Einrichtung ­
  einer  Art  weltlichen  Klosters,  in  dem  edle  Jungfrauen  Kranke,
besonders  im  Dienst  des  Vaterlandes  verwundete  Krieger,  pflegen,  Findelhäusern ­
  vorstehen  und  durch  unentgeltliche  Unterrichtserteilung  an
Mädchenschulen  für  weibliche  Erziehung  tätig  sein  sollten.  Nach  den
Kriegen  hatte  manches  deutsche  Mädchen  ihren  tapferen  Bräutigam  verloren
und  sich  „entschlossen,  ihr  ganzes  Leben  dem  Andenken  des  Verlorenen
zu  weihen“.  Das  Stift  sollte  „den  geselligen  Begriffen  des  jetzigen  Jahrhunderts ­
  und  der  fortgeschrittenen  Aufklärung“  entsprechen;  es  wollte
dem  weiblichen  Geschlecht  „neben  dem  Manne“  Selbständigkeit  verleihen.
„Wie  schmerzlich  muß  es  dem  weiblichen  Gemüth  seyn,“  sagt  dieser
frühe  Verfechter  der  Frauenemanzipation,  „bei  den  jetzigen  geselligen
            
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