thumbs: Lexikon der Handelsgeographie

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Großbritannien (Kreditwesen). 
sie sich um 312 Mill., wuchs aber infolge 
der durch ihn veranlaßten Anleihen von 
2425 am. auf 4974,5 %RiI(. 9Rf. 
auf wieder bis 1793 Verminderung um 
210 Mill., und am Ende der Befreiungs 
kriege hatte die Schuld ihre größte Höhe 
von 17,153 Mill. Mk. erreicht. Bis 1853 
fiel sie abermals um 1405,5 Mill., und 
es kamen in diesem Zeitraum nur zwei 
Fälle der Vermehrung vor: die Anleihe 
zum Loskauf der Negersklaven im Betrag 
OCH 400 mn. ÜRI. 1835 unb 1847: 200 
Mill. Mk. bei der Hungersnot in Irland. 
Während des Krimkriegs vergrößerte sich 
die Schuld um 530 Mill., nahm bis 1878 
wieder uiu 452 Mill, und 1878 um 5 
Mill. Mk. ab. Die jüngsten Kriege zwan 
gen wieder zur Aufnahme von 128 Mill., 
wäbrend nur 16 Mill. Mk. von ältern 
Schulden getilgt wurden. Der Stand der 
Staatsschuld war (in Millionen Mark) : 
Jahr 
1875 
1878 
1877 
1878 
1879 
1880 
Fun 
dierte 
14296 
14273 
14252 
14217 
14189 
14209 
Nicht 
fundierte 
An 
nuitäten 
1100 
1038 
986 
927 
855 
725 
Total 
15501 
15425 
15517 
15556 
15561 
15481 
Davon sind abzuziehen Rückerstattungen 
und Wert der Suezkaualaktien 729,5 
Mill. Mk. Die Ausgabe für diese Schuld 
betrug 1880: 545,3 Mill. Mk. 
Die Anleihen, die G. fremden Staaten 
gewährte, betragen jetzt 12,304,6Mill.Mk. ; 
davon wurden auf 5636,8 Mill. Mk. Zinsen 
gezahlt, auf 3523,2 Mill. Mk. nur teil 
weise und ans 3144,8 Mill. Mk. gar nicht. 
VII. Kreditwesen. 
Nirgends hat das Bankwesen eine 
größere Ausdehnung erfahren als in G. 
An der Spitze aller Banken steht die Bank 
v o n E n g l a u d. Sie wurde 1694 auf Ak 
tien errichtet mit einem Grundkapital von 
24 Mill. Mk., welche sie der Regierung 
gegen Gewährung gewisser Vorrechte vor 
schoß. 1697 wurde das Kapital auf 44 
Mill, erhöht, gegenwärtig beträgt dasselbe, 
wie oben angegeben, 292,3 Mill. Mk. Die 
Bank besorgt die Zinszahlung der Staats 
schuld, wofür sie jährlich 2,4 Mill. Mk. 
erhält. Sie operiert durch Diskontierung, 
Annahme von Depositen, Girogeschäfte, 
Gold-Ein- und -Verkäufe. Sic verwaltet 
auch die Goldmünzenprägung. Die Noten 
bestehen in Abschnitten zu 5, 10, 20,100, 
200 , 300, 500 und 1000 Pfd. Sterl. 
Ende April 1881 war der Stand der Bank : 
Totalrcscrve 319980000 Mark 
Notenumlauf 542 960 000 
Barvorrat 562940000 
Portefeuille 388840000 
Guthaben der Privaten . 534320000 
Guthaben des Staats . 134120000 
Notenreserve 293040000 
Regicrungssicherheit . . 319260000 
Das Recht der Notenallsgabe besitzen 
außer ihr noch 198 Banken, nämlich 180 
in England und Wales, 12 in Schott 
land und 6 iti Irland. Dieselben sind 
entweder Privatbanken oder Jointstock- 
(Aktien-) Banken. Die Privatbanken sind 
Unternehmungen einzelner Associes, die 
Jointstockbanken sind Aktienuuternch- 
mnilgen größerer Gesellschaften. Bei beiden 
Arten waren alle Teilhaber bis zum Be 
trag ihres ganzen Vermögens für die 
Verbindlichkeiten der Banken haftbar. In 
folge des Gesetzes von 1862 hat sich indes 
ein großer Teil der Jointstockbanken auf 
beschränkte Haftbarkeit eintragen lassen, 
darunter zwei Zettelbankcn. Die bedeu 
tendsten der britischen Banken sind: 
Aktienkapital (in Mill. Mark) 
Bank von England . . . 291,os 
London a. Westminster Bank 60,os 
London Jointstockbank . . 32,os 
London and Eonnty Bank . 00,12 
Union Bank in Londoon. . 30,12 
Bank von Schottland. . . 20,08 
Königliche Bank von Schott 
land in Edinburg ... 40,16 
Nationalbnnk von Schottland 20,os 
Bank von Irland .... 60,20 
Die Bank von England emittiert Noten, 
deren Betrag nicht unter 5 Pfd. Sterl. (100 
Mk.) herabgehen darf. In Schottland sind 
Noten bis zìi 1 Pfd. Sterl. herab gestattet. 
Ende 1878 betrug der Notenumlauf der 
Bank von England 595,2 Mill., der übri 
gen Banken 347,2 Mill. Mk. 
Nach dem »Bankers' Magazine« war 
31. Dez. 1880 der Betrag der heimischen, 
kolonialen und ausländischenAnlagewertc,
	        
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