Hamburg.
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Die Seeschiffahrt hat in den letzten
Jahren beständig zugenommen:
Jahr
1878
1879
1880
Eingang
Schiffe Tonnen
5008
5671
6024
2273342
2492905
2766806
Abgang
Schiffe Tonnen
5316
5651
6058
2284116
2489678
2761233
Unter den eingegangenen Schiffen waren
Dampfschiffe 1879: 3168 von 1,958,698
188U: 3388 Do» 2,181,254 &. 93o,i
ven 1879 eingegangenen waren:
Deutsche . . . 2408 von 874945 Tonnen
Britische. . . 2311 - 1287244
Als Auswanderungshafen steht
H- nur Bremen nach. Die Zahl der Aus
wanderer ist anch hier in jüngster Zeit
wieder sehr bedentcnd gestiegen, nachdem
ste 1877 auf ihr tiefstes Niveau gesunken
war. Es wurden direkt befördert:
1877 : 22570 Perf. I 1879: 24864 Pcrf.
1878: 24803 - | 1880: 68887 -
Seit 1832 gingen 1,001,178 Auswanderer
über H. meist nach Nordamerika.
Die F l u st s ch i f f a h r t ist ebenfalls von
hoher Bedeutung; an ihr beteiligen sich
außer H. besonders Preußen und Sachsen,
sodann Österreich, Mecklenburg, Anhalt
und Lübeck. Auf dcrOberclbe gingen 1879
ein: 7385 Fahrzeuge mit 12787989 Ctr.
aus: 7388 - . 12781103 -
Holz, Steine, Getreide, Ölkuchen, Salz
und Stückgüter gehen den Fluß abwärts,
dagegen aufwärts: Steinkohle, Eisen,
Schwefel, Guano, Getreide und Stückgü
ter. Von Plätzen der tlnterelbc kamen
30,700 W" 31,735,419 Gtr.
Tragfähigkeit an; die Flnßdampfschiffe
beförderten 309,715 Passagiere. H. besaß
{788 Flußschiffe, davon eiserne 231 von
443,421 Etr., hölzerne 2557 von 1,554,757
4ur. Die Bedeutung des Hamburger
Handels wird ans den amtlichen Anf-
uEungen ersichtlich. Danach betrug (in
'Millionen Mark) die
1876 1877
Einfuhr. . . 1704,4 1777,o
Ausfuhr. . . 1451,2 1518,7
.'.IM Warengruppen geordnet, entfallen
l0 ‘ ( auf:
Einfuhr Ausfuhr
„ , l'u Mill. Mark)
Verzchrungsgegcnstäudc . . . 648,5 500 e
Bau- und Brennmaterial . . 40,g g'.
Rohstoffe und Halbfabrikate. . 564,5 547%
Manufakturwaren 280,4 255*7
Industrie- und Kunstgcgenstandc 242,7 206*2
Zusammen Waren: 1777,0 1518,7
Dazu Kontanten: 422,8 512,2
Total: 2199,8 2030,8
1878 betrug die Einfuhr 1720,4 Mill.,
1879: 1755 Miü. Ms.; mit
1861—65, hatte sich dieselbe 1879 um 196
Proz. gehoben. Die Ausfuhr ist für diese
Jahre nicht konstatiert. Von der Einfuhr
kamen 1879: 48 Proz. seewärts (24 Proz
von England), 38 Proz. per Eisenbahn.
In H. münden außer den 191 km, die
dem Hamburgischen Staat gehören, vier
verschiedene Eisenbahnlinien, welche
verpachtet sind: die H.-Bergedorfcr, dieH.-
Altonaer Verbindungsbahn und die Ha
fenbahn an die Berlin-Hamburger Eisen-
bahngescllschaft, die Grasbrootbahn au
die Koln-Mlndener Eisenbahngesellschaft.
Der Verkehr auf diesen Bahnen ist kolossal
gewachsen. Abgesehen von der Altona-
Kieler Bahn, über deren Anteil an dem
d'^urgischen Verkehr sich kein sicheres
Bild schaffen laßt, da sie nicht in .fS. aus
mündet, war die Warenausfuhr mit den
Eisenbahnen und nach der Obcrclbe 1879
(iil Millionen Centner):
Berlin-Hamburger Eisenbahn . . 5,8
Lübeck-Hamburger Eisenbahn. . . :ij
Venivo-Hamburger Eisenbahn . . 4,2
Nach der Oberelbe 12,8
Auf der Berlin-Hamburger Bahn wur
den 1878:1,959,308 Personen befördert,
auf der Altona-Kieler 2,293,588. Der
Personenverkehr auf allen Pferdebahn
linien bezifferte sich 1878 auf 4.890,133
Personen, während nahezu ebenso viele,
nämlich 4,438,722, perOmnibilS befördert
wurden. Die Post beförderte 1879:
56,217,488 Briefe, Drucksachen, Waren
proben, 93,492,799 Mk. auf Postanwei-
snngen, Pakete mit Wertbetrag von 587.8
MiU. m. Die Scíeora|)íre„mucH
auf hamburgischem Gebiet haben eine
Länge von 20,75 km unterirdischen und
51,23 km oberirdischen Leitungen; 1879