fullscreen: Denkschrift über die in der Schweiz, Norwegen, Schweden, Kanada und den Vereinigten Staaten von Nordamerika getroffenen Maßnahmen zur Preisstabilisierung des Getreides sowie über die dabei gemachten Erfahrungen

* 
er reinen Verlustspanne zwischen Einkaufs- und 
herkaufspreis ebenfalls vom Auslandsgetreide zu 
ragen sind. Die Getreideverwaltung gibt die Be— 
astung aus der höheren Bezahlung des Inlands— 
— O verkauften Ge— 
reides mit 89 Fr. für 1923, 16 Fr. für 1924 und 
4,6 Fr. für 1985 an. 
Über, die durchschnittlichen Unkosten, die zu dem 
vinkaufspreis füt Inlanos— und Auslandsgetreide 
inzukommen, läßt sich Näheres für die Jahre 1923 
ind 1924 ermitteln, für die außer dem Bericht der 
vetreideverwaltung auch die Betriebsrechnung und 
die Gewinn- und Verlustrechnung vorliegen; an 
dand, dieser verschiedenen Unterlagen ist es möglich, 
ie Unkostenspanne zwischen dem durchschnittlichen 
kinkaufs⸗ und Verkaufspreis sämtlicher Brot— 
jetreidesorten, für beide Jahre zusammen, näher 
zu zerlegen. Als Einkaufspreis gilt dabei der Preis 
rei unverzollt Schweizer Grenze( Auslandsgetreide) 
»zw. frei Einkaufsstation (Inlandsgetreide), als 
ßerkaufspreis der Preis frei schweizerischer Emp⸗ 
angsstation. 
Die durchschnittliche Preisspanne zwischen Ein— 
aufs- und Verkaufspreis läßt sich fuür die beiden 
Jahre wie folgt errechnen: 
Im Inland sind in den Jahren 1928 und 1924 1 022 660 t Brotgetreide verkauft worden. 
Laut Betriebsrechnung 1928 Ziffer 111 sind Vorräte aus dem Jahre 1922 übernommen worden 
m Werte von.. 75013996 Fr. 
Für den Einkauf von Auslandsgetreide frei unverzollt Schweizer Grenze und von 
Inlandsgetreide sind einschließlich der bis 31. März 1925 abgelieferten Inlandsmengen 
aut Bericht der Getreideverwaltung in den Jahten 1923 und 1924 insgesamt auf⸗ 
jewandt worden. .. . 302079 910 Fr. 
Davon sind abzuziehen: 
v) Rückstellungen 1924 für Ubernahme des restlichen 
Inlandsgetreides aus 1924 nach dem 1. Januar 
— E —— 
b) Vorräte Ende 1924 auf neue Rechnung 51273 58868- — 52528 5886- — 249 556 324. 
— ⏑⏑ 
Demnach beträgt der Gesamteinkaufspreis (bzw. für Vorräte der Einstandspreis) 
der im Inland verkauften Mengen... .. . . . — g24 870 320 Fr. 
Für die 1928 und 1924 insgesamt verkauften 1022 660 t wurden tatsäch⸗ 
lich erlöst... . . . 7 7 368 471 770 * 
Demnach beträgt die Preisspanne zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis insgesamt 43 901 450 Frr. 
Die Preisspanne je Tonne Brotgetreide beträgt also 42,0 Fr. 
Eine Ungenauigkeit in der vorstehenden Berechnung liegt in der Art und Verschiedenheit der 
Bewertung der Anfangs- und Endbestände des zweijährigen Zeitraums; sie ist jedoch angesichts der 
großen Mengen, auf die sich diese begrenzte Fehlermöglichkeit verteilt, ohne Bedeutung. 
Die ermittelte durchschnittliche Preisspanne zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis setzt sich aus 
'olgenden einzelnen Bestandteilen zusammen: 
Berwaltungsunkosteen... 1,3 Franken je Tonne im Inland verkauften Getreides 
Abschreibungen und Anschaffungen an Säcken 
und Geräten . .. 
Rückstellungen ... 
Zinsen. . 
Lagerungsunkosten.. 
Sonstige nicht weiter zerlegbare Unkosten: 
Grenzübergangskosten, Inlandstransport 
bis Mühle oder Lagerhaus, Entspitzen 
des Inlandsdinkels, Säckespesen. 308 — ⸗ 
Insgesamt. .. 42,5 Franken. 
Nach der vorstehenden Berechnung beträgt der 
Anterschied zwischen den durchschnittlichen Verkaufs— 
preisen für Inlands-— und Auslandsgetreide nur 
10 bis 13 v. H. des Auslandsgetreidepreises, ein 
Satz, der wohl dem Qualitätsunterschied des Wei— 
zens, nicht aber auch dem Umstand Rechnung trägt, 
daß sich unter den Inlandsmengen etwa 40 v. 5. 
Roggen und andere geringere Brotgetreidesorten 
efinden. 
Der Verlust, der beim Verkauf des Inlands— 
jetreides allein gegenüber dem Einkaufspreis ent— 
teht, war in den Jahren 1923 und 1924 fast gleich 
yoch (108,3 bzw. 101,2 Fr. je Tonne); er hat sich 
aber im Jahre 1925 infolge Herabsetzung des Ein— 
faufspreises bei gleichzeitiger allgemeiner Erhöhung 
»er Verkaufspreise im Gefolge der Weltmarkthausse 
auf durchschnittlich 38.0 Ir. je Tonne ermäßigt. 
Die Belastung, die dadurch für den Verkaufspréis 
des Auslandsgetreides eintritt, beträgt im Durch— 
ichnitt der Jahre 1928 bis 1925, wenn man für 
die Verlustberechnung nur die im Inland verkauften 
Mengen zugrunde legt, je Tonne durchschnittlich 
13,6 Fr. Zu diesem Betrag kommen noch die Un— 
rosten auf das Inlandsgetrede für Fracht, Lagerung, 
Schwund, Zinsen, allgemeine Verwaltung, die außer
	        
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