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Dieses Vertrauen stärkt sich mit der wachsenden Er—
kenntnis, daß der ganze Kampf der Vergangenheit in
demselben Widerstande wurzelt. Alle Angriffe, auch
wenn sie in verschiedenster Form erfolgten, haben ihren
Ursprung in derselben plutokratischen Machtsphäre.
Eine Betrachtung der innerdeutschen Verhältnisse zeigt, in welchem
erschreckenden Maße diese Machtsphäre in alle Kreise eingedrungen ist.
Wenige Machtgruppen sind noch in der Lage, eine kampfentschlossene
Front gegen die Plutokratisierung zu bilden. Im Jungdeutschen
Orden lebt der feste Wille zu dieser neuen Frontbildung. Die Vor—
schule des jungdeutschen Erlebnisses hat jeden einzelnen Ordensbruder
zum Erkennen des getarnten Gegners erzogen. Um so mehr ist es die
Aufgabe der Arbeit des Jungdeutschen Ordens an sich, jeden einzelnen
seiner Brüder mit der Überzeugung zu erfüllen, daß der Jungdeutsche
Orden eine Sendung zu erfüllen hat. Sie besteht darin, im Kampf
für den Volksstaat eine zielbewußte und unerschütterliche Garde zu
stellen, die sich dessen bewußt ist, daß sie keiner Parteigruppe und
keiner Parteiengruppierung, sondern nur dem ganzen Volk zu
dienen hat.
Die Entwicklung der jungodeutschen Idee
Die Tatsache, daß die jungdeutsche Idee und die Lehre vom
Volksstaat so tief in den Herzen der jungdeutschen Kämpfer Wurzel
geschlagen hat, ist auf ihren Ursprung zurückzuführen.
Die Lehre vom Volksstaat ist aus dem Schulbeispiel
von Kampf und Werden entstanden, das seder Jung—
deutsche im Kampf für seinen Orden erlebte.
Im Schulbeispiel der Ordensentwicklung wurde das Wort
„Bruder“ zum Eckstein aller Gemeinschaftsbetrachtungen. Es wurde
zum Ausgangspunkt der Lehre von der Volksgemeinschaft. An diesem
Eckstein schieden die vom Jungdeutschen Orden, die in ihrer Kasten⸗
gebundenheit oder ihrer Uberbewertung des Standesmenschentums
den Weg zur Volksgemeinschaft nicht fanden. Die Versuche, welche
diese Menschen im Gegensatze zum Jungdeutschen Orden unternahmen,
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