Object: Die Aufgaben der Volkswirtschaftslehre als Wissenschaft

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über den Intellekt. Die großen Fortschritte der Erkenntnis 
sind Taten des Willens“ .... 
So formuliert Schmoller') Gedanken, die man einer 
Geschichte des nationalökonomischen Historismus als 
Motto voraussetzen könnte. Der „Wille zur Tat“ hatte 
schon reiche Nahrung bekommen aus den offenbaren 
sozialen und wirtschaftlichen Mißständen der Zeit, aus der 
berechtigten Opposition gegen das extreme Manchestertum, 
aus der Kritik, die man den sozialistischen Schriften 
entnahm, dazu kam dann in Deutschland später noch der 
nationale Aufschwung, die Wiederaufrichtung des Reiches. 
Mit Lust und Liebe ging man an die politische und wirt 
schaftliche Neugestaltung und nur törichte Nörgelsucht 
kann verkennen, daß man da im letzten Drittel des 19. Jahr 
hunderts wahrhaft Großes leistete, daß es eine Zeit war, 
an die wir Jüngeren nur mit einem gewissen Neide denken 
können — sobald und solange wir politisch fühlen. 
Höhepunkte der gesellschaftlichen Gärung, der sozialen 
und wirtschaftlichen Neubildung brauchen aber durchaus 
nicht immer zugleich einen Höhepunkt für die Entwick 
lung der Staats-Wissenschaften, insbesondere der Wirt 
schafts-Wissenschaft zu sein. 
Man hat im Laufe der Zeit den „Überwindern des 
Klassizismus und des ökonomischen Liberalismus“ eine 
Fülle von Vorwürfen gemacht, man hat ihren unermeßlichen 
Stoffhunger getadelt, ihren grenzenlosen Expansionsdrang, 
der fast alle Gebiete der menschlichen Wissenschaften her 
anziehen wollte, damit sie helfen sollten, bei den Vor 
arbeiten, die erforderlich seien, um der Volkswirtschafts 
lehre „endlich auch einmal“ ein wissenschaftliches Fun- 
1) Grundfragen, S. 335. 
Weber, Volkswirtschaftslehre als Wissenschaft. 
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