3. Die Saldokontoführung. Die Konten lassen nicht nur den
Umsatz, sondern auch jeweils den Bestand erkennen.
4. Der Tagesauszug für den Kunden, Das Kontokorrent wird
aus Sicherheitsgründen nach wie vor doppelt geführt. Zu Kontrollzwecken
und um dem Kunden bessere Dispositionen zu ermöglichen, erhält er bei
jeder Kontoveränderung, unter Umständen also täglich, einen Kontoauszug
mit Angabe des Saldos. Am Schluß der Rechnungsperiode braucht
Jaher die Bank an den Kunden nur eine Zinsstaffel zu senden.
5. Das Durchschreibeverfahren. An die Stelle der Abschrift,
die viele Fehler zur Folge hatte und daher Kontrollen erforderte, ist die
Durchschrift getreten. Man hat mit ihr bereits in der Inflationszeit
begonnen, um die Arbeit einfacher zu gestalten. Herstellung von
Brief und Beleg in einem Arbeitsgang ist aber erst später erfolgt.
6. Numerierung als Kurzzeichen und Orientierungsmittel.
Wie im Postscheck-, im Sparkassen- und im Kommunalgiroverkehr
sind nunmehr auch im Bankverkehr die Konten numeriert.
Numeriert sind Orte und Firmen, insbesondere die Banken selbst; numeriert
sind weiter die Effekten. Der Nummerngebrauch vereinfacht und
beschleunigt die Sortierung, und mit Hilfe der Numerierung ist es
möglich, Grundbuchungen ohne Text vorzunehmen. Der Kundschaft
gegenüber (z. B. auf Kontokorrenten) wird sie aber nur angewendet
werden, wenn ein gedruckter Schlüssel beigegeben ist.
7, Arbeitsgliederung, Wesentliches Erfordernis einer rationellen
Arbeitsweise ist eine zweckmäßige Arbeitsgliederung. Grundprinzip
ist: Zerlegung der Arbeit in ihre Einzelheiten und Weisung des kürzesten
Weges, unter Ausschaltung alles überflüssigen Schreibwerkes.
Früher bestand das Prinzip, funktionell zu gliedern; es gab eine zentralisierte
Korrespondenz, eine zentralisierte Primanoten-Abteilung usw.
Heute besteht das Prinzip der stofflichen Gliederung; die Schriftstücke
(Abrechnungen) werden in den betreffenden Abteilungen (Effektenbüro,
Devisenbüro, Wechselbüro, Kasse usw.) angefertigt; und die
Primanota ist, wie wir gesehen haben, in Einzelunterlagen aufgelöst
worden; an Stelle der Grundbücher sind lose Blätter getreten. Wir
haben heute also: Dezentralisierung der Korrespondenz und Dezentralisierung
der Grundbuchungen. Die Arbeitsteilung besteht in einer
wohldurchdachten, der Größe des Betriebes angepaßten Arbeitsgruppierung
mit den Endzielen: Kostenersparnis und beschleunigte Verbuchung
und Abstimmung, Alle an einem Tage bis zu einer bestimmten
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