berechtigt sein solle, Bankgeschäftezubetreiben und Banknoten
auszugeben, die bei Sicht oder innerhalb von 6 Monaten einlösbar
seien.
Jedesmal, wenn das Privileg abgelaufen war, wurde es mit neuen Zugeständnissen
erneuert, so auch 1742, als der Bank das Mon opol des
Bankgeschäftes in England gewährt wurde, d. h. es durfte nicht durch
Parlamentsakt eine neue Bank errichtet oder einer bestehenden
Bank erweiterte Rechte verliehen werden.
Die Bankiers durften nach wie vor sog. „promissory notes“ emittieren, die
rechtlich mit den Wechseln gleichzustellen waren, aber auf den Inhaber lauteten.
Wer größere Beträge baren Geldes erhielt, gab sie zum Bankier, der hiergegen Zahlungsversprechen
in beliebigen Summen aushändigte. Diese Zahlungsversprechen
(Banknoten) gab sodann der Inhaber seinen GHäubigern, die sie in Bargeld umtauschten.
Die Bankiers, deren Zahl 1775 auf 150, 1790 auf rund 350 angewachsen
war, hatten das Streben, möglichst viel Noten auszugeben, und sie möglichst lange
im Verkehr zu halten. Aus diesem Grunde setzten sie Noten zu 1 ‚£ und darunter in
Umlauf, was aber 1775 und 1777 gesetzlich verboten wurde. Kritischen Zeiten war
die Mehrzahl dieser Privatbankiers und kleinen Privatbanken, die die Notenemission
mit Eifer betrieben, nicht gewachsen, und so sahen 1793 weit mehr als 100 von ihnen
sich genötigt, ihre Zahlungen einzustellen.
Die Notenausgabe der Bank von England konnte nur allmählich vor
sich gehen. Bis 1759 hat die Bank keine Noten unter 20 £ ausgegeben,
erst seit diesem Jahre setzte sie solche zu 5 und 10 £ in Umlauf.
1797 geriet die Bank von England in starke Bedrängnis, hauptsächlich
infolge der großen Darlehen, die, trotz Gegenvorstellung der Bankdirektoren,
der Staat beansprucht und erhalten hatte. Auf kleine Rückzahlungen
waren immer wieder neue große Vorschüsse, „unvermeidlich im öffentlichen
Interesse“, genommen worden, Den Aktiven der Bank in Höhe von
17,9 Millionen £ standen 11,7 Millionen £ Schuldscheine und Buchschulden
des Staates gegenüber. Die Furcht vor feindlichen Invasionen führte
weiter dazu, daß der Bank von England, ebenso wie den anderen Notenbanken,
täglich große Posten Noten zur Einlösung präsentiert wurden,
Am 25. Februar 1797 hatte die Bank nur noch einen Metallbestand von
1,2 Millionen £. Da wurde am 26. Februar 1797 eine geheime‘ Sitzung
anberaumt, der auch der König beiwohnte. Als deren Resultat wurde am
nächsten Vormittag durch Plakat verkündet: „..... weil die außergewöhnliche
Nachfrage nach Geld, welche eine Folge unbegründeter oder
übertriebener Gerüchte ist, besorgen läßt, daß, wenn nicht sofort eine
Maßregel ergriffen wird, ein Mangel an Geld für die Bedürfnisse des
Öffentlichen Dienstes zu befürchten ist, so ist die einstimmige Meinung
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