zialanstalten wurde er einheitlich vom Direktorium in Berlin festgesetzt, und
zwar so, daß er meist 1/4 %o9 höher als der Privatsatz an der Börse war, Ein anschauliches
Bild von dem Privatdiskontgeschäft gibt die folgende, der Denkschrift der
Reichsbank entnommene Zusammenstellung:
Ankauf von Wechseln unter Banksatz.
Betrag
Zinsgewinn
Jahr
LI
in Mitlionen| Beachertt in Mitonen
M angekauften M
Wechsel
in % des
Gewinnes
aus
Wechseln
überhaupt
1880 290 8,34
1881 371 7,42
1882 261 6,53
883 597 15,72
1884 361 17,50
1885 500 16,86
1886 318 22,87
1887 1090 |; 27,57
1888 1003 * 25,62
1889 1032 22,27
(890 296 5,46
1891 —_ _
1892 055 21,88
1898 756 14,11
1804 | 1241‘ | 26,24
1895 | 942 | 18,24 )
1896 3929 517 |
1,693
1,901
1,972
4,178
4,565
3,947
4,200
5,765
5.094
5,041
2,192
12,64
13,89
12,14
29,45
33,05
28,39
40,05
42,05
42,81
31,20
9,54
5,117 | 38,54
4.137 19,66
5,604 36,13
4,274 | 28,12 !
1,673 7,59
Anzahl der
Tage, an
welchen
Wechsel
unter Banksatz
angekauft
wurden
Durchsehnittliche
Größe | Laufzeit
M Tage
170
231
185
40
350
288
348
3438
328
278
76
(5
77
75
75
76
3
9074
3007
7499
10673
74
76
339 L0777 78
200 L1676 77
546 11306 78
267 | 11368 | 78
61 11297 76
Als 1896, mit Beginn des wirtschaftlichen Aufschwunges, eine Verateifung
des Geldmarktes eingetreten war, brachte die Reichsbank einen
Privatsatz nicht mehr in Anwendung.
Seit Frühjahr 1925 besteht wieder ein Privatdiskont-Markt,
bei dem auch die Reichsbank als Käufer auftritt (s. Bd. I). Zur weiteren
Ausgestaltung des offiziellen Privatdiskontmarktes wurden die zwischen
der Reichsbank und einer Reihe bedeutender Akzepthäuser hinsichtlich
des Umlaufs an Akzepten und deren Diskontierung durch die Reichsbank
bestehenden Vereinbarungen auf eine Anzahl weiterer erster Bankfirmen
ausgedehnt,
Diskonten dienen als Notendeckung, Lombarddarlehen dägegen
nicht, So ist es erklärlich, daß das Diskontgeschäft bei jeder deutschen
Notenbank eine größere Rolle als das Lombarddarlehen spielt, das oft die
5 Obst, BG IL
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