I. Capitel.
Der Untergang des persönlichen Eigentums.
„Das Eigentum ist Fremdtum geworden.“
Ferdinand Lassalle.
Die charakteristischen Repräsentanten des persön
lichen Eigentums, die wir noch in den heutigen capitalisti-
schen Gesellschaften vorfinden, sind: der Kleinbauer, der
Handwerker und, soweit er das Eigentum an seinem Inven
tar bewahrt hat, der kleine Händler.
Der Kleinbauer, der mit den Mitgliedern seiner
Familie eigenen Besitz bewirtschaftet, reproduciert heut
zutage die dem modernen Milieu mehr oder weniger an
gepasste geschlossene Hauswirtschaft, die ländliche Wirt
schaftsgemeinschaft des Mittelalters.
Der Handwerker, der seine Arbeitsinstrumente selbst
besitzt und das selbst verkauft, was er fabriciert, repräsen
tiert die Stadtwirtschaff und das Zunftwesen der stadt
wirtschaftlichen Epoche.
Was den kleinen Händler betrifft und den Zwischen-
meister, der heute in fast allen Zweigen der Production
auftaucht, so sehen wir ihn erst in dem Augenblicke
erscheinen, wo die Fortschritte der Arbeitsteilung und die
Ausbreitung der Märkte seinem Dazwischen treten im Aus
tauschgeschäft günstig werden.
„Seit dem Jahre 1830,“ so Sagt de Greef, „hat sich
(in Belgien) der Detail- und Grosshandel besonders ent
wickelt. Die im Handel beschäftigte Bevölkerung hob