Diese Zahlen sind ungünstiger als die über die erste Ver-
schuldungserhebung veröffentlichten. Die in Drucksache Nr. 2 an
den Ergebnissen der ersten Erhebung selbst geübte Kritik, die eine
Korrektur nach unten als notwendig bezeichnete, hat sich als zu-
treffend erwiesen.
Von 5083 Betrieben waren 1613 Eigen- und 226 Pacht-
betriebe, zusammen 1839 Betriebe mit weniger als 40 bzw. 30 %
des Gesamtvermögens verschuldet. Ihre finanzielle Lage gab zur
Zeit der Erhebung zu Besorgnissen keinen Anlaß.
{113 Eigen- und 238 Pachtbetriebe, zusammen 1351 Be-
triebe, waren über 40 bzw. 30 %, aber unter 60 bzw. 50 % des
Gesamtvermögens verschuldet. Ihre finanzielle Lage war natur-
gemäß ungünstiger als diejenige der Gruppe I, aber noch derart, daß
das Vorhandensein einer ausreichenden Kreditbasis in der Regel
angenommen werden konnte,
408 Eigen- und 217 Pachtbetriebe, zusammen 625 Betriebe,
waren mit mehr als 60 bzw. 50 %, aber weniger als 70 % des
Gesamtvermögens verschuldet. Ein erheblicher Teil derselben war
schon im Jahre 1928 als stark absinkend anzusehen. Von dieser
Gruppe aus wurde ein Zustrom zur Bonitätsgruppe IV erwartet, der
auch eingetreten ist.
Die in der Gruppe IV eingegliederten, über 70 % des Gesamt-
vermögens verschuldeten 907 Eigen- und 361 Pachtbetriebe,
zusammen 1268 Betriebe, waren so hoch belastet, daß Zusammen-
hrüche in absehbarer Zeit unvermeidlich erschienen.
Il. In den Landesteilen.
Gliederung nach Bonitätsgruppen.
Nachstehend wird eine Übersicht über die Verteilung der
erfaßten Betriebe auf die Bonitätsgruppen in den Landesteilen
gegeben, getrennt nach Eigen- und Pachtbetrieben. Besondere
Massierungen gefährdeter Betriebe (Bonitätsgruppe IV) sind im
Druck hervorgehoben.
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