gıeichnamiger Sohn, der Rat in der Amsterdamer Admiralität war,
diese Forderungen geltend; und es bedurfte langer Verhandlungen,
um zum Ziel zu kommen. Es bestanden auch noch andere Forde-
rungen der Gebrüder Marselis an den König. Ferner hatte
die Provinz Holland an diesen aus den Jahren 1657, 1658 und 1666
Geldansprüche von insgesamt I 050 000 fl., ebenso die Stadt Amster-
dam von 870 000 4l.!). Noch 1735 schloß König Friedrich V.
von Dänemark mit den Staaten von Holland und der Regierung von
Amsterdam einen Vertrag über ein Darlehen von 375 000 fl. ab,
wobei die Firma Wwe. Jean Balde & Sohn in Amsterdam
die Vermittlung übernahm. Schwierigkeiten, die sich gegen diese
Anleihe erhoben, wurden durch Übertragung einer Hypothek auf
den Bergener Zoll beseitigt?).
Viel holländisches Geld floß auch nach Schweden. König
Gustav Adolph bediente sich oft der Vermittlung des Amster-
damers Elias Trip (1570—1636), um Geld zu erhalten?). Im
18. Jahrhundert ist durch Vermittlung der Amsterdamer Häuser
Hope und Horneca, Fizeaux & Co. seit 1768 eine große
Reihe von Anleihen für Schweden abgeschlossen worden; so von
H ope von 1775—1785: 0,9 Mill. fl.; 1789 wieder 11% Mill. fl. durch
Hogguer, Grand & Co. und R. & Th. de: Smeth‘*):
Vorsichtiger war man zunächst gegenüber Rußland. Als
Peter der Große 1708 in Holland eine Anleihe aufnehmen
wollte, lehnten die Staaten von Holland dies ab, da sie selbst der
Gelder dringend bedürften®). Schon früher hatten ähnliche rus-
sische Gesuche um Unterstützung in Amsterdam taube Ohren ge-
funden®). Doch sind in den Jahren von 1703 ab ansehnliche Bar-
Y Kernkamp; Balt. Archivalia, S. 92'ff.; Verslag, S. 218.
?) Ebenda, S. ı12f. Das Haus Balde hatte schön 1699 Dänemark
856 914 fl. in Leibrentenkontrakten verschafft; eine 1700 von Dänemark durch
dasselbe Haus gewünschte Anleihe von 600 000 Rthlr. scheiterte an dem Wider-
spruch der Amsterdamer Regierung, die ein Verbot der Staaten von Holland vor-
schützte (Elias, Vroedschap, S. 890).
>) Elias, Vroedschap, S. 551. Im Jahre 1617 wurde eine Anleihe für
Schweden in Holland zum großen Teil von Louis de Geer, des Elias Tr ip
Schwager, bestritten (Edmundson, S. 692).
‘) Elias, Vroedschap, S. 1058 f.
5) Uhlenbeck;, SS: 98.
$)’Scheltema, 11,279:
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