Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

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(1292) 1869 Juli 22 
1292. Marx an Engels; 1869 Juli 22. . 
22. Juli 1869. 
Die Unverschämtheit des Wilhelm, im Namen des Internatio- 
nalen Generalrats Bannbullen zu erlassen, ist wirklich kolossal. 
Ich hatte ihm geschrieben, daß ich persönlich mich diesem Skan- 
dal (das alte Saumensch Hatzfeldt wünscht nichts eifriger, als 
mich hineinzuziehn) fernhalte, um so mehr, als ich ebenso dezi- 
diert gegen die Lassalleclique als gegen die „Volkspartei“. Ich 
hatte hinzugesetzt, Wilhelm könne anzeigen (dies gegen Schweit- 16 
zer), daß nur Vertreter wirklicher Mitglieder in Basel (nach 
den Beschlüssen des Brüssler Kongresses) zugelassen werden. 
Dies hat er auch in einem Paragraphen der vorletzten Num- 
mer getan. 
Nachdem er nun vergebens mich zu offiziellen Schritten gegen 16 
S[chweitzer] sollizitiert, hat er die Unverschämtheit, mich in die- 
sen Skandal hineinzuzwingen! Ich schrieb ihm gleich, bei Emp- 
fang des letzten Wochenblatts, einen saugroben Brief, worin ich 
ihm ins Gedächtnis rufe, wie oft er mich schon kompromittiert 
hat, und ihm direkt erklärte, daß ich ihn öffentlich des-z 
avouiere, sobald er wieder ähnliche Frechheit begeht. (Frech- 
heit, die dazu direkt lügt, da der Generalrat die Angelegenheit 
Schweitzer usw. niemals einer Diskussion, also noch weniger 
einem Beschluß unterzogen hat.) 
Es hängt nun davon ab, wie S[chweitzer], der a rg provo-% 
ziert ist, auftritt. Den Herm Wilhelm werde ich mir „ab- 
schütteln“, wenn er mich zum drittenmal in Sauerei verwickelt. 
Der Kerl hat nicht einmal die Entschuldigung, daß er durch Dick 
und Dünn mit uns geht. Er macht seine Dummheiten auf eigne 
Faust, verrät uns, wenn es ihm gutdünkt, und identifiziert uns mit z 
ihm, sobald er sich nicht anders herauszuhelfen weiß. 
Ich habe seit ungefähr 6 Tagen einen starken Karbunkel auf 
dem linken Arm, was in „diese Hitze“ nicht angenehm ist. 
Ich hatte noch eine andre „familiäre“ Unannehmlichkeit. Ich 
bemerkte nämlich seit einiger Zeit, daß meine Frau mit dem z 
Geld, das ich ihr wöchentlich gebe, nicht auskommt, obgleich die 
Ausgaben in keiner Weise gewachsen sind. Da ich durchaus nicht 
wieder in Schulden kommen will, und da das Geld, was ich ihr 
letzten Montag gab, gestern schon wieder „alle“ war, ersuchte ich 
um Aufschluß. Da kam denn die Narrheit der Weiber heraus. In 4 
dem Schuldverzeichnis, was sie mir aufgesetzt hatte für Dich, 
hatte sie about 75 £ unterdrückt, die sie nun aus dem Hausgeld 
by and by abzuzahlen suchte. Ich frage, warum dies? Antwort: 
Dear Fred, 
2.17 (Ich) —21. 26 (Den)-—31.
	        
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