Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

(1294) 1869 Juli 25 
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Was nun die Reise angeht, so würde ich an Deiner Stelle, so- 
bald Jenny so weit ist und Dein Karbunkel geheilt, aufpacken. 
Den Reiseplan kannst Du dann ganz nach Belieben einrichten und 
den p. p. Kugelmann ebenfalls besuchen. Auf diese Weise — in- 
s dem Du Deine Reisezeit und seine Badezeit nicht oder nur teil- 
weise zusammenfallen läßt —, kommst Du am Besten an der 
Karlsbader Geschichte vorbei. Amicus Kugelmann ist in Be- 
ziehung auf seinen Gesundheitszustand jedenfalls stark Hypo- 
chonder und würde allerdings ein etwas trüber Badekollege in 
o Karlsbad sein. Da ich vor 15.—20. August ohnehin nicht frei 
werde, wäre es Wahnsinn, wenn wir auf irgend etwas Kombinier- 
tes spekulieren wollten. Werde ich früher frei, so kann man immer 
noch sehn, was zu machen ist. 
Der Mrs. Monroe würde ich aber gefälligst etwas ernstlich zu 
6 Leibe rücken. Jenny sollte hingehn und ihr gradezu sagen, sie 
brauchte die cash. Vielleicht erwartet Mrs. Ml[onroe] die Ein- 
reichung einer förmlichen Rechnung: Mrs. Ml{onroe] to Miss 
Marx. To one halfyear’s tuition etc. Aber falls Jennys Besuch 
nichts hilft, würde ich ihr an Deiner Stelle einen höflichen, je- 
% doch gemessenen Brief schreiben. Diesen Schotten muß man zei- 
gen, daß man weiß, was business ist, sie respektieren Einen 
dann um so mehr. 
Die Unverschämtheit des braven Wilhelm übersteigt wirklich 
das Mögliche. Dir noch beweisen zu wollen, daß er sich mit 
z seiner Lügengeschichte „innerhalb der Grenzen Deines Briefs“ 
gehalten hat! Wie faul dabei sein Gewissen, beweist, daß er da- 
bei den ihm sonst so verhaßten Ausdruck „Rechnung tragen“ 
gebraucht und die schließlichen Rechnungsappelle an Dein gutes 
Herz. Dieser Schwachkopf verlangt, wir und die ganze Inter- 
z nationale sollen alle seine Wandlungen in re Schweitzer mit 
durchmachen, Friede schließen, wenn er Friede schließt, auf 
S[chweitzer] loshauen, wenn er drauflos haut, und ihm dabei er- 
lauben, im Namen der Internationale drauflos zu lügen, sobald 
er es für „notwendig“ hält. Dabei will Er dem Kongreß vor- 
z schreiben, wer zugelassen werden soll und wer nicht. 
Auch gut, daß Er Dir in der Vogtgeschichte die Abwehr 
„überlassen!“ hat und „aus Parteirücksichten“. Der Mann 
kommt sich wirklich gewissermaßen ernsthaft vor. 
Und wie faul die Geschichte mit den Fabrikinspektoren! Die 
o Regierung will platterdings welche einführen, aber Liebknecht 
hat sie daran verhindert, im wohlverstandenen Interesse 
der Arbeiter, damit diese nicht dadurch bestochen werden! Bis- 
marck durch Liebknecht verhindert! Wie heißt! Von der Pfiffig- 
keit dieser Politik gar nicht zu sprechen. 
Den 18. Brumaire gestern mit Dank erhalten. Das Buch liest 
14% 
7. 14—22. 
94.99. 
BE il,
	        
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