Full text : Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

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(1331) 1870 Jan. 9

die Hatzfeldt*) durch Mende den Schweitzer wieder in den Bann
hat tun lassen; das muß doch jetzt bald mit dem Schwleitzer] am
Ende sein. Näheres erfahre ich wohl durch Dich aus den Blättern.
In Köln Klein auf ein paar Augenblicke besucht. War sehr
kühl, diese Leute verphilistern so, daß wir sie ordentlich zu
genieren scheinen. Sie haben jetzt einen Anti-Ultramontanenverein,
 worin natürlich Krethi und Plethi (was nach Ewalds
Übersetzung Kreter und Philister heißt).
Beste Grüße.

Dein F. E.

1332. Frau Jenny Marx an Engels; [1870 Januar
ca. 17].
' Lieber Herr Engels,
Selten ist wohl ein hamper so ä propos gekommen als der
gestrige. Die Kiste war eben ausgepackt und die 50 schlanken 15
Männer standen in Reih und Glied in der Küche, als Dr. Allen
und sein partner, ein junger schottischer Doktor, kamen, um den
armen Mohr zu operieren, so daß gleich nach der Operation der
Mohr mit seinen 2 Äskulapen sich an dem köstlichen Braunenberger
 stärken konnten. Die Geschichte war diesesmal wieder 27
sehr schlimm. Seit 8 Tagen hatten wir alle Mittel, Umschläge,
Vasilecimo [?] ete. etec., die schon so oft geholfen hatten, angewendet;
 allein ganz umsonst. Das Geschwür wuchs beständig,
die Schmerzen wurden unerträglich und es war keine Öffnung
und Ausfluß hervorzubringen. Geschnitten mußte werden, und z;
so entschloß der Mohr sich denn endlich zu dem unvermeidlichen
 Schritt, einen Doktor zuzuziehen. Er spürte gleich nach
dem sehr tiefen Einschnitt große Erleichterung und, obgleich er
heute Morgen noch nicht schmerzfrei ist, so ist er doch im Ganzen
 viel viel besser und wird hoffentlich in ein paar Tagen ge- zo
nesen sein. Nun muß ich aber mit einem förmlichen Sündenregister
 gegen ihn hervorrücken. Seit er von Deutschland zurück ist,
und namentlich nach der Hannoverschen Kampagne, war er unwohl,
 hustete beständig und statt sich zu hegen und pflegen, fing
er an, auf Mord und Brand Russisch zu studieren, ging wenig 3
mehr aus, aß unregelmäßig und zeigte den Carbuncle unter dem
Arm erst, nachdem er schon bedeutend angeschwollen und verhärtet
 war. Wie oft habe ich Sie, lieber Herr Engels, seit Jahren
im Stillen hierher gewünscht!! Manches wäre anders. Ich hoffe
nun, daß er sich diese letzte Erfahrung zur Warnung nehmen «
wird. Bitte, lieber Herr Engels, machen Sie ihm in Ihren Briefen
1) Im Orig. Hatzfeld

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