Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

AM 
(1382) 1870 Juli 20 
ihrer fancy-Vorstellung entspricht. Die Franzosen brauchen Prü- 
gel. Siegen die Preußen, so die Zentralisation der state power 
nützlich der Zentralisation der deutschen Arbeiterklasse. Das 
deutsche Übergewicht würde ferner den Schwerpunkt der west- 
europäischen Arbeiterbewegung von Frankreich nach Deutschland * 
verlegen, und man hat bloß die Bewegung von 1866 bis jetzt in 
beiden Ländern zu vergleichen, um zu sehn, daß die deutsche 
Arbeiterklasse theoretisch und organisatorisch der französischen 
überlegen ist. Ihr Übergewicht auf dem Welttheater über die fran- 
zösische wäre zugleich das Übergewicht unsrer Theorie über « 
die Proudhons etc. 
Endlich lege ich bei Kritik meines Buchs in der Hil- 
debrändtschen Zeitschrift für Ökonomie und Statistik, Mein 
Körperzustand stimmt mich wenig zur Lustigkeit, aber ich habe 
Tränen über diesen Essay gelacht, bona fide Lachtränen. Mit der : 
Reaktion und dem downfall der heroischen Epoche der Philoso- 
phie in Deutschland hat sich der dem Deutschen Bürger einge- 
borne „Kleinbürger“ wieder geltend gemacht — in der Phi- 
losophie Kohl, des Moses Mendelssohn würdig, klugschei- 
ßende, verdrießliche, besserwissende Nörgelei. Und nun soll gar % 
die Politische Ökonomie in Blech über Rechtsbe- 
griffe aufgelöst werden! Das geht doch noch über „den Loga- 
rithmus des Reizes‘“, Der Spießbürger, wie Schiller, ein kompe- 
tenter Richter in diesem Fach, schon bemerkt, löst alle Fragen 
auf, indem er sie „ins Gewissen“ schiebt. 
Apropos! Ein Yankeejournal, das ich gestern auf dem Zen- 
tralrat las, bringt Reihe Artikel über Kapital etec., u. a. spricht es 
auch von meinem Buch. Ich glaube, heißt es, daß der Arbeiter ge- 
wisse Zeit des Tags für seine eignen Bedürfnisse arbeiten müsse, 
daher der Überschuß über diese Zeit, die ich surpluslabour nenne, % 
den Mehrwert und daher die Quelle des Profits etc. bilde. Da sei 
wohl was dran, doch sei es nicht das Wahre. Die Waren, die z. B. 
ein Fabrikant fabriziere, seien = 0 für ihn, bis sie verkauft seien. 
Gesetzt nun der real value (er meint Kostpreis) von Klei- 
dern etc. sei = a. Dann setzt der Fabrikant im Verkauf an den # 
Kaufmann b zu, und die verschiednen Kaufleute, durch deren 
Hand der Artikel liefe, c. 
Also: value = a. Zuschlag = b + ec. Value in use, there- 
fore, = a + b + c. Also, der Mehrwert = Überschuß 
des Gebrauchswerts (!) über den Wert. Dies schlägt # 
denn doch Fränkels „formule“, die er hat gelernt zu Paris! 
Eben im Schreiben unterbrochen. ‚Taran*), der französische 
Italiener, vorgefahren im cab (der Mann von der Pall Mall Ga- 
Da 
ı) N. Thieblin 
7.41 (die . . . Paris)
	        
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