Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

(1387) 1870 Aug. 1 
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Was die „Russen“ betrifft, so werden sie finden, daß ich ä Cor- 
saire Corsaire et demi. 
Die hiesige oligarchy wünscht englischen Krieg für Preußen. 
Nachdem sie 18 Jahre vor Bonaparte gekrochen und ihn als savi- 
; our of rents and profits gehörig vernutzt haben, denken sie nun in 
dem soliden gottesfürchtigen monarchistischen Preußen a more 
respectable and safer policeman of the Continent zu finden. Doch 
sollen sich die Kerls in Acht nehmen. Hier unter dem Volk schon 
die Parole allgemein: That damned German dynasty of ours wants 
o for its family purposes to involve us in the continental war! 
Figaro hier, von dem ich Dupont eine charakteristische Num- 
mer gegeben, ist englisches Blatt, gestiftet durch die franzö- 
sische Gesandtschaft. 
Bismarck seinerseits hat gehörig aufgekauft unter der Londoner 
1 Presse, u. a. Lloyds und Reynolds! Letzrer, in gestriger Nummer, 
verlangt dismemberment of France. Dies Schwein ne menage pas 
les transactions. Der Kerl, der von je auf die Germans geschimpft 
und die Franzosen belobwedelt, plötzlich in Sorte Blind verwan- 
delt. 
Was diesen Burschen betriflt, so hofft er, durch patriotisches 
Geschrei und die geräuschvolle „Suspendierung‘““ seines Republi- 
kanismus auf dem Altar des Vaterlands als Deputierter für den 
nächsten Reichstag gewählt zu werden. 
Oswald ließ mir keine Ruhe, bis ich gestern zum dritten anbe- 
% raumten meeting kam. Ich war so vorsichtig, % vor 11 (der fest- 
gesetzten Stunde) hinzugehn. Ich erklärte ihm, ich könne nicht 
unterzeichnen, 1. d’abord, weil ich schon die Adresse der Inter- 
national gezeichnet, 2. weil ich eine Privatadresse (i.e. nicht 
internationale) nicht ohne Dich zeichnen könne und die 
zo Transaktion mit Dir allein sie die opportunity durch Zeitkonsum 
verlieren lassen würde. In Zukunft, wenn die Gelegenheit sich 
biete, würden wir ihn und Freunde einladen zur Internatio- 
nale zu gemeinsamem Handeln, 
Dann sagte ich ihm, sei noch ein zweites persö nliches Mo- 
3s ment. Wo Louis Blanc, sei sicher auch sein footman Karl Blind. 
Er unterbrach mich: „Blind hat hier auf dem letzten meeting 
einen ganz chauvinistischen Wutkrampf gespielt. Wir brauchen 
Sie gegen ihn“. 
„Ich kann mit diesem Subjekt nicht in einem Zimmer zu- 
u sammenkommen und erkläre Ihnen, daß, wenn er kömmt, ich so- 
fort Ihr Haus verlasse.“ 
_ Ich war unten in dem nach der Straße zuliegenden Studier- 
zimmer Oswalds. Richtig! Mein eyeglass späht von ferne den 
wichtigen Exstudiosus, obgleich er seinen Kopf all over schwarz 
« gefärbt, in Begleitung von zwei Mitbummlern, Oswald sagt, er 
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