Full text : Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

(1425) 1873 Mai 30

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der Bewegung, außer allem Verhältnis zu den andern Körpern,
ist Nichts zu sagen. Erst in der Bewegung zeigt der Körper, was
er ist. Die Naturwissenschaft erkennt daher die Körper, indem sie
sie in ihrer Beziehung aufeinander, in der Bewegung betrachtet.
Die Erkenntnis der verschiednen Bewegungsformen ist die Erkenntnis
 der Körper. Die Untersuchung dieser verschiednen Bewegungsformen
 also Hauptgegenstand der Naturwissenschaft”.
1. Die einfachste Bewegungsform ist die Ortsveränderung
(innerhalb der Zeit, um dem alten Hegel einen Gefallen zu tun)
o— mechanische Bewegung.
a. Bewegung eines einzelnen Körpers existiert nicht; relativ
 gesprochen kann jedoch der Fall als ein solcher gelten. Die
Bewegung nach einem, vielen Körpern gemeinsamen Mittelpunkt.
Sobald aber der Einzelkörper in einer andern Richtung als nach
5 dem Zentrum sich bewegen soll, fällt er zwar noch immer unter
die Gesetze der Fa1lbewegung, aber diese modifizieren sich?)
b. in Gesetze der Flugbahn und führen direkt auf die Wechselbewegung
 mehrerer Körper — planetarische etc. Bewegung, Astronomie,
 Gleichgewicht —, temporär oder scheinbar in der Bewevo
 gung selbst. Das wirkliche Resultat dieser Bewegungsart ist
aber schließlich immer — der Kontakt der sich bewegenden
Körper, sie fallen ineinander.
c. Mechanik des Kontakts — sich berührende Körper. Gewöhnliche
 Mechanik, Hebel, schiefe Ebene etc. Aber der Kontakt
erschöpft hiermit seine Wirkungen nicht. Er äußert
sich unmittelbar in zwei Formen: Reibung und Stoß. Beide haben
die Eigenschaft, daß sie bei bestimmtem Intensitätsgrad und unter
bestimmten Umständen neue, nicht mehr bloß mechanische
Wirkungen erzeugen: Wärme, Licht, Elektrizität,
o Magnetismus.
2. Eigentliche Physik, Wissenschaft dieser Bewegungsformen,
 die nach Untersuchung jeder einzelnen feststellt, daß sie
unter bestimmten Bedingungen ineinander übergehn, und
schließlich findet, daß sie alle bei bestimmtem Intensitätsgrad, der
nach den verschiednen bewegten Körpern wechselt, Wirkungen
hervorbringen, die über die Physik übergreifen, Veränderungen
der innern Struktur der Körper — chemische Wirkungen.
3. Chemie. Für die Untersuchung der frühern Bewegungsformen
 war es mehr oder minder gleichgültig, ob sie an belebten
% oder unbelebten Körpern gemacht wurden. Die unbelebten zeigten
sogar die Phänomene in ihrer größten Reinheit. Die Chemie
dagegen kann die chemische Natur der wichtigsten Körper nur an
1) Am Rande dieses Abschnitts Bemerkung von Carl Schorlemmer: Sehr gut;
meine eigne Ansicht. CS.
2) Randbemerkung von Schorlemmer: Ganz richtig!
            
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