(1450) 1876 Mai 28
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amicus Mosts Panegyrikus auf den „Cursus der Philosophie“ von
D[ühring] genau gezeigt, von wo und wie der Angriff zu führen ist.
Das Buch muß mit hineingenommen werden, weil es in vielen
entscheidenden Punkten die schwachen Seiten und Grundlagen des
in der „Ökonomie“ geführten Räsonnements besser enthüllt. Ich
bestelle es sogleich. Nämlich von eigentlicher Philosophie — formelle
Logik, Dialektik, Metaphysik etc. ist gar nichts drin, es soll
vielmehr eine allgemeine Wissenschaftslehre darstellen, worin
Natur, Geschichte, Gesellschaft, Staat, Recht etc. in einem vorno
geblich innern Zusammenhang abgehandelt werden. So ist wieder
ein ganzer Abschnitt da, worin die Zukunfts- oder sogenannte
„freie“ Gesellschaft nach den weniger ökonomischen Seiten hin
beschrieben und u. a. bereits der Schulplan für die Primär- und
Sekundärschulen der Zukunft festgestellt wird. Man bekommt also
5 hier die Gemeinplätzlichkeit in einer noch simpleren Form als in
dem ökonomischen Buch und kann, beide Schriften zusammennehmend,
den Kerl gleichzeitig auch nach -dieser Seite hin aufdecken.
Für die Geschichtsauffassung des Edlen — daß alles
Schund war bis auf D{ühring] — hat das Buch noch den Vorteil,
% daß man hier seine eignen krassen Worte zitieren kann. Anyhow,
I have him on the hip now. Mein Plan ist fertig — j’ai mon plan.
Anfangs geh” ich rein sachlich und scheinbar ernsthaft auf den
Kram ein, und die Behandlung verschärft sich in dem Maß, wie
der Nachweis des Unsinns auf der einen Seite, der Gemeinplätzlichkeit
auf der andern sich häuft, und zuletzt regnet’s dann hageldick.
Auf diese Weise ist den Most & Co. der Vorwand der „Lieblosigkeit“
etc, entzogen, und D[ühring] bekommt doch sein Fett
weg. Die Herren sollen doch sehn, daß man mehr als Eine Manier
hat, mit dergleichen Volk fertig zu werden.
Ich hoffe, W[ilhelm] druckt den Mostartikel in der Neuen Welt
ab, wofür er offenbar geschrieben. Der M[ost] kann wie immer
nicht abschreiben und schiebt dem D[ühring] im Naturwissenschaftlichen
den komischsten Blödsinn unter, z. B. Loslösung von
Ringen (nach der Kantschen Theorie) von Fixsternen!
Bei Wilhelm ist es nicht bloß Manuskriptmangel, dem wäre abzuhelfen
durch andre Artikel über Tagesfragen etc., wie es zu Hephers
und Blos’ Zeit geschah. Es ist Wilhelm]s Sucht, dem Mangel
unsrer Theorie abzuhelfen, auf jeden Philistereinwand eine Antwort
zu haben, und von der zukünftigen Gesellschaft ein Bild zu
haben, weil doch auch der Philister sie darüber interpelliert: und
daneben, auch theoretisch möglichst unabhängig von uns zu sein,
was ihm bei seinem totalen Mangel aller Theorie von jeher weit
besser gelungen ist, als er selbst weiß. Dadurch versetzt er mich
aber in die Position, daß ich mir sagen muß, daß D(ühring] noch
%5 Immer ein gebildeter Mann ist gegenüber den theoretischen Pfu-JE
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