24
(1514) 1882 Jan. 13
Ad vocem Pilgerfahrt: heut Morgen begegnete mir Furnival in
blauem, um den Leib gegürteten Ulster und breitkrempigem Hut
— er sah genau aus, als wäre er ein Pilgeram auf der Fahrt ins
heilige Land, um den Bart des heiligen Antonius zu holen.
Beste Grüße an Tussy.
Dein F. E.
1515. Marx an Engels in London; [Ventnor] 1882
Tanuar 15.
Dear Fred,
15. Januar 1882.
Best thanks for the £ 20.
Ich habe mich entschlossen, schon Morgen abzureisen, da das
Wetter sich progressiv „verkältet‘“, was der einen geschwollnen
Backe nicht wohltut. Ich verliere so nur 2 Tage, und wird damit
auch das Hin- und Herreisen für Tussy überflüssig.
Unsre Leute haben sich trotz aller Warnung in Paris schön
hereingeritten (serves Lafargue and Guesde right); da sie jedoch
2 Journale in Hand haben, können sie trotzdem mit einigem Ge-
schick das Feld behaupten.
Als einen großen Sieg nicht nur direkt in Deutschland, sondern zo
vis-a-vis dem Ausland generally, betrachte ich Bismarcks Ge-
ständnis im Reichstag, daß die deutschen Arbeiter ihm etwas
„gepfiffen“ haben auf seinen Staatssozialismus. Die lumpige Lon-
doner Bourgeoispresse suchte stets das Gegenteil zu verbreiten.
Ich habe höchst liebenswürdigen Brief von old Frankel aus 25
„Staatsgefängnis““ erhalten, ditto einen Brief von Wroblewski, der
Svidemment im Auftrag seiner polnischen Partei zu Genf geschrie-
ben; im Eifer hat er aber vergessen, nicht nur ihre, sondern seinen
eignen Namen zu zeichnen.
Wenn Joffrin, wie er in dem Faectotum im Proletaire erzählen %
läßt, seinerzeit in Londoneine DemonstrationfürGuesde
gegen die dortige „Internationale“ machte, so war diese Demon-
stration jedenfalls so platonisch, daß Niemand Nichts davon
erfuhr außer Joffrin selbst und etwa seine allernächsten Spieß-
genossen, also ganz „privatim“ verrichtet.
Salut.
Dein
Mohr.
5 16—19,