Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

(1123) 1868 April 17 
39 
nationalen dies noch nicht in die Schuhe geschoben — es hört nir- 
gends mehr auf, 
Den Schweitzer wirst Du erhalten haben. 
Morgen schicke ich Dir— ich hab’ sie auf dem Comptoir ver- 
ı gessen — 1. ein neues Wilhelmsches Blättchen, 2. Eichhoffs wei- 
tere Jeremiade, 3. ein Stück Redaktionserklärung aus der Zukunft 
über den kuriosen Artikel ad vocem Vogt, woraus Du sehn wirst, 
welche Scheißkerls das sind. 
Das Exzerpieren Deines Buchs macht bei meiner beschränkten 
o Zeit mehr Arbeit, als ich glaubte, car enfin, wenn man diese Arbeit 
einmal macht, muß man sie auch ordentlich machen und nicht nur 
für diesen Spezialzweck. Nächste Woche denk’ ich mehr Zeit zu 
haben, es ist Pause im Commerce, und wenn ich Abends 4 ä 5 Uhr 
abkommen kann, so gibt das dem ganzen Abend einen andren 
15 Arbeitscharakter. 
Inliegend Kugelmann zurück. Sein durch Spaltung und Preß- 
schwamm entfernter Uterinpolyp hat mich sehr interessiert, er 
wird mir das mündlich seinerzeit näher erzählen müssen. Aber 
der Versuch, mittelst dieses Polypen den Virchow zum Kommu- 
» nisten zu machen, sieht einer Extra-Uterinschwangerschaft sehr 
ähnlich. Selbst wenn Vl[irchow] in der Politik, resp. Ökonomie, 
Kenntnisse und theoretisches Interesse hätte, so ist dieser brave 
Bürger doch viel zu tief engagiert. 
Übrigens kommst Du erst hierher, ehe Du nach dem Kontinent 
z abreist, cela est entendu, und bringst Tussy mit wie versprochen. 
Der Arm hat sich doch jetzt wieder zur Ruh gegeben? Daß 
Kugelmann den Arsenik empfiehlt, wird Dir doch auch wohl einige 
etwaige Befürchtungen genommen haben. Schlorlemmer] hat ihn 
seinerzeit sehr stark genommen und nie das geringste Nachteilige 
2 verspürt. 
Herzliche Grüße an die Damen. 
Dein 
F. E. 
1124. Marx an Engels; 1868 April 18. 
18. April 1863. 
Dear Fred, 
Bis heute brachgelegen und konnte das Haus nicht verlassen. 
Der Arm war so inflammiert, dabei so starke Eiterung, daß ich 
nichts um den Arm tragen konnte und auch Bewegung störend. Die 
Eiterung ist heute Morgen völlig zu Ende. Die bloßen Wunden 
no aber heilen rasch zu. Ich werde heute wieder ausgehn. Mit Hilfe 
des Arsenik hoffe ich jetzt, daß diese abscheuliche Schmiere zu 
Ende ist. 
FF Amt 
16—92
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.