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(1555) 1882 Nov. 22
hätten so in langer Zeit das Festland unter Kampf und Krieg
durchzogen“. Diese Stelle, zu dem jährlichen Ackerwechsel der
Sueven gehalten, wie 70 Jahre später ihn Caesar beschreibt, gibt
den Modus der germanischen Einwanderung an: wo man den Win-
ter verbracht, wurde im Frühjahr gesät und nach der Ernte weiter-
gezogen, bis der Winter Halt gebot. Daß sie in der Regel im
Sommer Acker bauten (wo nicht Raub das ersetzte), wohl un-
zweifelhaft bei Leuten, die Ackerbau mit aus Asien brachten. Bei
den Cimbern sehn wir noch den Wanderprozeß, bei Caesar sein
Ende, seitdem der Rhein unüberschreitbare Grenze. Beides zu- x
sammen erklärt auch, warum bei C[aesar] privati ac separati agri
apud eos nihil est: auf der Wanderschaft war nur geschlechter-
weise organisierter Gemeinbau möglich, Vermessung von Einzel-
äckern wäre absurd gewesen. Der Fortschritt resp. Rückschritt
zum Einzelanbau bei gemeinsamem Eigentum dann bei Tacitus. z:
Tussy hat mir diverse Zeitungen für Dich übergeben lassen, wo-
zu ich eine Egalite füge. Die Frechheit der Egalite scheint dem
Parquet wirklich zu imponieren; die Adressen sind noch immer
von Lafargues Hand.
Besten Gruß.
Dein F. E.
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1556. Engels an Marx in Ventnor; London 1882
November 23.
London, 23. November 1882.
Lieber Mohr,
Inliegend Brief von Lafl[argue], den Du mir zurückschicken
willst, da ich ihn erst heut morgen erhalten. Er wird also wohl in
einigen Tagen ins Cachot wandern müssen. Es sind inkurable
Narren. Wenn Guesde und Laf[argue] in Montlucon sitzen, so ist
das Blatt ziemlich kaputt. Die Regierung wagt nicht, sie in Paris 3
vor Gericht zu stellen, aber so einen nach dem andern in der Pro-
vinz in aller Stille unschädlich zu machen, das kann sie sich er-
Jauben. Bis das Blatt fest gegründet, mußten sie jeden Vorwand
vermeiden, statt dessen der bakunistische Blödsinn.
Ich hatte Laf [argue] um Auskunft über die relative Stärke der z
beiden Parteien und ebenso wegen der Maret-Godard-Geschichte
gebeten. Du siehst seine Antwort. Es ist offenbar, daß es grade
die chambres syndicales waren, denen zulieb Malon & Co. das
Programm und die ganze Vergangenheit der Bewegung seit dem
Marseiller Kongreß zum Opfer brachten. Seine scheinbare Stärke «
ist also seine wirkliche Schwäche. Wenn man sein Programm aufs
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