Full text : Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

1129) 1868 April 30
so, wenn wir die Rate des Mehrwerts r nennen und die Profitrate
pP; List] p‘ A Hier haben wir 4 Größen, p‘, r, v, c, mit deren
je 3 wir wirtschaften können, stets die 4. Größe als unbekannt
suchend. Dies ergibt alle möglichen Fälle über die Bewegungen
: der Profitrate, soweit sie verschieden von der Bewegung in der
Rate und, to a certain extent, selbst von der Masse des Mehrwerts.
Dies war allen Bisherigen natürlich unerklärlich.
Die so gefundnen Gesetze, z. B. sehr wichtig, um den Einfluß
des Preises des Rohmaterials auf die Profitrate zu verstehn, bleivo
 ben richtig, wie immer der Mehrwert zwischen Produzent etc.
später verteilt werde. Dies kann nur die Erscheinungsform
ändern. Sie bleiben zudem direkt anwendbar, wenn A als
Verhältnis des gesellschaftlich produzierten Mehrwerts zum gesellschaftlichen
 Kapital behandelt wird.
5; II. Was in. als Bewegungen, sei es des Kapitals in einem
bestimmten Produktionszweig, sei es des gesellschaftlichen Kapitals,
 behandelt — Bewegungen, wodurch sich seine Zusammensetzung
 etc. ändert —, wird jetzt gefaßt als Unterschiede
der in den verschiednen Produktionszweigen an-„gelegten
 Kapitalmassen.
Es findet sich dann, daß, die Rate des Mehrwerts, Le.
die Exploitation der Arbeit als gleich vorausgesetzt, die Wertproduktion
 und daher die Produktion von Mehrwert und daher
die Profitrate in verschiednen Produktionszweigen ver-»”schieden
 ist. Aber aus diesen verschiednen Profitraten bildet
die Konkurrenz eine mittlere oder allgemeine Profitrate. Diese,
auf ihren absoluten Ausdruck reduziert, kann nichts sein als der
von der Kapitalistenklasse produzierte Mehrwert
(jährlich) im Verhältnis zu dem vorgeschossnen Kapital in seinem
ogesellschaftlichen Umfang. Z. B. wenn das gesellschaftliche
 Kapital = 400 c + 100 v und der jährlich davon produzierte
Mehrwert = 100 m, so ist die Zusammensetzung des gesellschaftlichen
 Kapitals = 80 c + 20 v und die des Produkts (prozentweis)
=80c +20 v Il + 20 m = 20% Profitrate. Dies die allgemeine
 Profitrate.
Was die Konkurrenz zwischen den in den verschiednen Produktionssphären
 hausenden und verschieden zusammengesetzten
Kapitalmassen anstrebt, ist der kapitalistische Kommunismus,
 nämlich daß die jeder Produktionssphäre
»angehörige Kapitalmasse, in der Proportion, worin sie
Teil des gesellschaftlichen Gesamtkapitals bildet, einen aliquoten
Teil des Gesamtmehrwerts erhascht.

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