Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

50 
(1129) 1868 April 30 
verlangt. In ein paar Tagen werde ich 50. Wenn jener preußische 
Leutnant zu Dir sagte: „Schon 20 Jahre im Dienst und immer noch 
Leutnant“, so kann ich sagen: Ein halbes Jahrhundert auf dem 
Rücken und immer noch Pauper! Wie recht meine Mutter! „Wenn 
die Karell Kapital gemacht hätte, statt ete.!“ 
Salut. Dein K. Marx. 
Von Karbunkel nur ganz kleine Spur auf der rechten Lende, 
wird aber wohl spurlos vergehn. 
Ernest Jones hat sich blamiert durch seine flaue und nisi prius 
Verteidigungsart von Burke. Burke hat wenigstens einen Triumph zo 
erfochten, indem er den alten Esel Bramwell zwang, die Heuchelei 
des temper abzuwerfen und seiner gemeinen Hundeseele frei die 
Carriere schießen zu lassen. 
1130. Marx an Engels; 1868 Mai 4. 
London, 4. Mai 1868. 5 
Dear Fred, 
Heut Morgen erhalte ich einliegenden Brief und Ausschnitt 
von Schweitzer. Da er sich an mich wendet als Arbeitervertreter 
eines der industriellsten Distrikte, muß ich natürlich antworten. 
Meine Ansicht ist, daß die Deutschen Herabsetzung des Schutz- 20 
zolls auf Roheisen vertragen können und daß die F abrikanten auch 
in den andern Artikeln das Geheul übertreiben. Diese Ansicht be- 
ruht auf Vergleichung des englischen und deutschen Exports in 
neutralen Märkten. : Beiliegend beispielsweis ein Zettel über den 
Export nach Belgien. 
Aber zugleich handelt es sich meiner Ansicht nach jetzt darum, 
diese Frage im Parteiinteresse auszubeuten und zugleich den Eng- 
ländern keine neue Erleichterung irgend einer Art zu verschaffen. 
Mein Vorschlag wäre also: 
1. Keine Zollherabsetzung, bevor parlamentarische zo 
Enquöte über den Zustand der deutschen Eisen-Bergwerksproduk- 
tion und Manufaktur. Aber diese Enquäte nicht, wie die Herrn 
Bourgeois wollen, bloß auf Handelskammern und „Sachverstän- 
dige‘“ zu beschränken, sondern gleichzeitig auf die Arbeiter- 
verhältnisse in besagten Zweigen auszudehnen, um so mehr, 35 
als die Herrn Fabrikanten nur „zum Schutz“ der Arbeiter die 
Schutzzölle „verlangen“ und außerdem entdeckt haben, daß „der 
Wert des Eisens“ nur „aus Arbeitslohn und Fracht“ 
besteht. 
2. Keine Zollherabsetzung, bevor Enquöte über die x 
Art und Weise, wie die Eisenbahnen ihr Monopol mißbhrau-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.