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fachen. Sind die Jnvividuen aber nur die Träger, so sind die or
ganischen Verbindungs- und Auseinandersetzungsvorgänge, die
zwischen den Gebilden stattfinden, das allein Wirkliche. Diese Ge
bilde, z. B. „Gutshof", „Fabrik", aufkaufender „Handel", „Eisen
bahn", „Börse", „Zerstreuungshandel", „Kleinverschleiß" sind
lauter organische Unterganze, welche den Gliederbau der Volks
wirtschaft bilden (wie ich sie etwa im „Bauplan der Volks
wirtschaft" meines „Fundamentes" skizziert habe). Diese Ge
bilde selber haben wieder die Form des „Betriebes". „Betrieb"
kann wieder Alleinbetrieb, Klein- oder Großbetrieb sein —
nicht ob viele oder wenige darinnen arbeiten, ist maßgebend,
sondern die Natur desselben, eine Zelle im Gebäude der volks
wirtschaftlichen Ganzheit und in sich selber wieder ein Sy
stem, ein Gliederbau zu sein. Als Träger (Funktionär, Ex
ponent) solcher wirtschaftlicher Organe, als Vertreter seines
Gebildes tritt der Börseaner, ebenso wie der Bauer, Pferde
züchter auf, als wirkender, aber unbewußter, Delegierter. Die
Gebilde sind auf ihre Einzelvertreter angewiesen, aber die
meisten Individuen wissen das nicht!
Von hier aus ist nun auch das oben (S. 50) angeführte
Nomadenbeispiel mit seinen drei Zufällen aufzu
lösen. Ich will nicht sagen, daß der Fall unlogisch gedacht sei,
denn es ist logisch möglich, daß „zufällig" der Stamm N Salz
überschuß, „zufällig" der Stamm N x Eisenüberschuß habe
und beide einander „zufällig" treffen. Das „Zufällige" daran
zeigt aber, daß es sich hier um einen Grenzfall des Möglichen,
nicht um einen Typus handle. Das tiefste Wesen auch dieses
Tausches besteht, wie in allen Fällen, hier ebenfalls darin,
daß Salz und Eisen einander ergänzen müssen: wodurch die
beiden Wirtschaften Glieder einer Ganzheit werden. Nach
vollzogenem Tausche zeigt sich, daß die Eisen erzeugende Wirt
schaft der Vorerzeuger für die Eisen verwendende und die
Salz erzeugende der Vorerzeuger für die Salz verwendende