Full text : Die deutsche Kali-Industrie 1930

Absatzsteigerung bei Verminderung
 der Anzahl der
fördernden Werke

L900 .

1905

1908

‚910

‚912
1914

‚921

1923

1925

‚927

1928
L929
1929 Januar-Juli

1930 Januar-Juli

Beteiligte
Syndikatswerke


Fördernde
Werke

29

530

BE

16

101

194

175

205

155

220

196

294.

35

298

Jor

vesamt-Reinkali-


in Mill. dz

3.54

1,83
5,92
7,32
10,08
9.03

9,21

8,86
[2,26
12,89
14,21
14,01
9,19
9,28

Jahr

1900

1905

1908

1910

1912

1914

1921

1923

1925

1927

19928

L929
1.1.—31.7.29
ii.—31.7.30

Infolge der Konzentrierung auf die rentabelsten Anlagen hob sich auch die
Ausnutzung ihrer Leistungsfähigkeit von etwa 40% im Jahre 1921 auf rund 90 %
im Jahre 1928%. Der gleiche Prozeß zeigt sich in der Verarbeitung. Die Zahl der
Fabriken ging im jetzigen Reichsgebiet von 71 im Jahre 1913 (72 im alten Reichsgebiet)
 auf 31 im Jahre 1928 zurück; auf die einzelne Fabrik entfiel 1928 im
Durchschnitt eine viermal größere Kaligewinnung als im letzten Vorkriegsjahr.
Daher hat sich auch die Zahl der im Kalibergbau und den Nebenbetrieben beschäftigten
 Arbeiter trotz vergrößerter Erzeugung erheblich vermindert. Während
sich von 1913 bis 1928 die bergbauliche Kalisalzförderung um 7,6 %, und die dabei
erzielte Reinkaligewinnung um 27,6 % erhöhte, ist inzwischen die Arbeiterzahl um
30,4 % zurückgegangen, nämlich von 30932 im Jahre 1913 (jetziges Reichsgebiet)
auf 21 489 im Jahre 1928. Infolgedessen ist auch die an diese Arbeiter ausgezahlte
Lohnsumme dem Nominalwert nach nur wenig größer, dem Realwert nach aber
wesentlich niedriger als vor dem Kriege. Sie belief sich im jetzigen Reichsgebiet
1913 auf 42,9 Mill. Mark, 1928 auf 46,3 Mill. RM*). Im Kalibergwerksbetrieb vergrößerte
 sich die Förderleistung je Arbeiter und Schicht von 159 kg Reinkali 1913
auf 417 kg 1928,

3) Nach einem Gutachten der Kaliprüfungsstelle aus dem Jahre 1928
14) Enauete-Bericht a. a. 0. 8, 23.
            
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